Projekt

Um über das gesundheitsfördernde Potential von Kinder- und Jugendrehabilitation aufzuklären haben wir, die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. das Projekt „Angebote der Kinder- und Jugendrehabilitation – Chancen für ein nachhaltig gesundes Aufwachsen“ übernommen. Gefördert wird es von der Deutschen Rentenversicherung Nord.

Ziele

Das Projekt richtet sich an Akteure in pädagogischen und sozialen Einrichtungen. Als Multiplikatoren klären sie Eltern, Erziehungsberechtigte und Betreuer über Rehabilitationsmöglichkeiten auf, helfen dabei, ihre Bedenken und Ängste abzubauen und können aufgrund einer vertrauensvollen Beziehung zu einer Teilnahme motivieren.

Langfristig wird damit das Ziel verfolgt, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch das Erlernen von gesundheitsförderlichem Verhalten während eines Aufenthalts in einer Rehabilitationseinrichtung nachhaltig zu verbessern. Denn die Maßnahmen sind nicht nur wirksam in der Behandlung chronischer Krankheiten wie Asthma und Neurodermitis, sondern vermitteln auch wichtige Fähigkeiten und Verhaltensweisen für ein ganzheitlich gesundes Leben hinsichtlich Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung. Die Kinder und Jugendlichen tragen darüber hinaus nach der Behandlung das Erlernte mit in die Familie und können so zu einem gesundheitsförderlichen Zuhause für alle Familienmitglieder beitragen. 

Veranstaltungen

Reha-Tag auf Rügen

Wie in jedem Jahr fand auch in diesem Jahr im September der Deutsche Reha-Tag statt, ein Aktionstag der Rehabilitations-Einrichtungen in Deutschland, an dem vielseitige Veranstaltungen und Events in den Kliniken im Land durchgeführt werden. In diesem Jahr stand die Kinder- und Jugendrehabilitation im Mittelpunkt und auch Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern haben die Gelegenheit genutzt, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. So fand am 31. August auf dem Gelände der CJD Fachklinik für Kinder und Jugendliche in Garz der Ernst-Moritz-Arndt Lauf statt, an dem sowohl junge Patienten der Klinik als auch Bewohner der Insel Rügen und Umgebung teilnahmen. Die 14-jährige Anna z.B. war besonders glücklich darüber, mit dabei sein zu können. Sie kam mit einer Kombination aus Asthma und funktioneller Atemstörung nach Garz und nach einer 4-wöchigen Behandlung war es ihr möglich mitzulaufen. Die Therapie ihrer Beschwerden bestand unter anderem aus der Anwendung eines speziellen Asthmasprays und dem Erlernen von Atemtechniken, die ihr das Atmen, auch unter Anstrengung, erleichtern. Mit der Teilnahme am Lauf konnte sie dann ihren Reha-Aufenthalt auf Rügen sogar mit einem sportlichen Erfolg abschließen.

Start 10 km – Lauf
Siegerehrung Mädchen

Neben Krankheiten wie Asthma bronchiale und Neurodermitis stehen bei den kleineren Kindern auch Allergien und Sprachstörungen im Vordergrund, während Adipositas vor allem bei Jugendlichen zunimmt, so der Chefarzt der Klinik Dr. Nielinger. Die Klinik hat darauf reagiert und ihr Angebot unter anderem auf Adipositas spezialisiert. Hierfür ist sie von der Deutschen Adipositas Gesellschaft zertifiziert worden, die besonderen Wert darauf legt, dass sowohl Strukturqualität als auch Ergebnisqualität stimmen. Die Behandlung von Adipositas beruht auf vier Säulen: Medizinische Betreuung, Ernährung, Sport und Bewegung sowie psychologische Betreuung. Hinzu kommt die Einbeziehung der Eltern, was besonders wichtig für den langfristigen Erfolg der Therapie ist.

Auf dem Gelände der Klinik befindet sich außerdem der Bereich Berufliche Bildung des CJD Nord, in dem Adipositas im Zusammenhang mit Langzeitarbeitslosigkeit behandelt wird. Die Initiatorin des Projektes, Frau Buhr freut sich sehr darüber, dass das Jobcenter des Landkreises die Relevanz der Problematik erkannt hat und das Projekt fördert. Das Ziel ist die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit, das neben der Durchführung von Praktika vor allem über das Erlernen von gesundheitsförderlichem Verhalten und psychologischer Aktivierung erreicht werden soll. Die Initiative ist bisher einmalig in Deutschland und hat das Potential, sich über die Region hinaus auch auf andere Bundesländer auszuweiten.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier in unserem Projektflyer.

Bei Fragen oder Interesse wenden Sie sich gerne an:

Melanie Lahne

E-Mail: melanie.lahne@lvg-mv.de

Telefon: 0385 2007 386 15