Rund 50 Teilnehmende kamen am 25. April 2019 nach Travemünde, um auf der zweiten Partnerkonferenz der Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit Mecklenburg-Vorpommern (KGC MV) und Schleswig-Holstein (KGC SH) über die Verstetigung von Netzwerken zu diskutieren.

Flyer Partnerkonferenz 25.04.2019

Das Vorbereitungsteam beider Koordinierungsstellen, der Referent und die Teilnehmenden erlebten eine angenehme Arbeitsatmosphäre und kamen sowohl im Rahmen von Workshops, als auch während der Essenszeiten und Pausen intensiv ins Gespräch, so dass bereits aktiv „genetzwerkt“ wurde. Die Rückmeldungen auf den Evaluationsbögen zeigten, dass die Teilnehmenden die Partnerkonferenz als erfolgreich und bereichernd bewerteten.

Grußworte und Einleitung
Judith Veit (KGC MV) und Dorothee Michalscheck (KGC SH) begrüßten die Teilnehmenden und stellten so die Weichen für die länderübergreifende Arbeit am Thema. Der länderübergreifende Austausch vor dem Hintergrund verschiedener Perspektiven und über die gewohnten Netzwerke und Kooperationen hinaus wurden als Chance und Bereicherung vorgestellt.

Fachvortrag
Schwerpunkt des Vormittages war der fachliche Input von Prof. Dr. Matthias Ochs, der anhand von praktischen Beispielen die Unterschiedlichkeit, Kennzeichen und Funktionsweisen von Netzwerken erläuterte und dabei auch immer wieder zur Reflexion des eigenen aktiven Netzwerkens anregte. Unter anderem wurde den Fragen nachgegangen, ob und wie Netzwerkarbeit verstetigt werden kann und was der Gewinn von Netzwerken sein kann.

Netzwerke als Dauerzustand?
Prof. Dr. Matthias Ochs (Hochschule Fulda)

Einblicke in die Netzwerk-Praxis
Vor der Mittagspause stellten drei Akteur*innen  im Interviewformat jeweils ein Netzwerk vor, in dem sie beruflich interagieren:

  • Sabine Trilke (Hansestadt Lübeck)
    – Netzwerk „Gesund älter werden in Lübeck“
  • Anke Thomsen (Kiel)
    – Kieler Netzwerk gegen Kinderarmut
  • Ulf Kolbe (Landkreis Vorpommern-Rügen)
    – AG Gesundheitsförderung / AK Suchtprävention

Fotodokumentation zu den Einblicken in die Netzwerk-Praxis

Workshop-Phase
Im Workshop am Nachmittag bearbeiteten die Teilnehmenden unter Anleitung von Prof. Dr. Matthias Ochs ein Netzwerkbeispiel, das von einer Teilnehmerin spontan zur Diskussion gestellt wurde. So wurden einzelne konkrete Fragen und Problemstellungen aufgedeckt. Gemeinsam wurden Ideen und Strategien angedacht und entwickelt, die eine gelingende Netzwerkarbeit fördern können.

Material
Im Rahmen der Tagung wurde mehrfach auf die Broschüre „Netzwerke Frühe Hilfen systemisch verstehen und koordinieren“ hingewiesen, die Prof. Dr. Matthias Ochs mit Kolleg*innen erstellt hat. Sie können diese bei der BZgA oder dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen bestellen oder hier downloaden.