Unter dem Motto „gesund älter werden in ländlichen Regionen – Lebensqualität vor Ort gestalten“ fand am 14. November 2018 in Güstrow
eine Fachveranstaltung statt.

Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern
e. V. (LVG) und der Landesseniorenbeirat Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LSB) luden Akteure aus den verschiedensten Bereichen des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesens ein. Auch waren interessierte Bürger und Bürgerinnen zum Wissensaustausch herzlich willkommen.

Flyer Fachveranstaltung 14. November 2018

Begrüßung und Eröffnung
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten Judith Veit (LVG) und Bernd Rosenheinrich (LSB) die mehr als 60 Teilnehmenden. Es wurde betont, dass Landkreise, Städte und Gemeinden eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung von Lebensräumen einnehmen und somit einen erheblichen Beitrag zu mehr Lebensqualität vor Ort leisten können. Mit zunehmendem Alter nimmt das Gefühl gebraucht zu werden und versorgt und sicher zu sein einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Um entsprechende Bedingungen und Strukturen für ein positives Lebensgefühl älterer Menschen zu schaffen, ist daher u. a. eine gute Vernetzung und Kooperation zwischen den lokalen Akteuren notwendig. Dies wurde auch von Dr. Ursula von Rüden und Tanja-Maria Kessel (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)) bestätigt, die den Anwesenden per Videobotschaft einige Grußworte zukommen ließen.

Impulsvorträge
Als theoretischer Einstieg folgten zwei Impulsvorträge. Dr. Jenny Block (Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA)) informierte über die Handlungsempfehlungen der Siebten Altenberichtskommission. Durch Vernetzung und Kooperation der verschiedenen Akteure kann es gelingen, die Lebensqualität der älteren Menschen in ländlichen Regionen zu erhöhen. Anne von Laufenberg-Beermann (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO)) ging im Rahmen von „Im Alter IN FORM“ auf die Förderung von Potentialen in Kommunen ein.

Altern im ländlichen Raum – Lebensqualität sichern durch Vernetzung und Kooperation
Handlungsempfehlungen der Siebten Altenberichtskommission
Dr. Jenny Block (Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA), Berlin)

Im Alter INFORM – Potentiale in Kommunen fördern
Anne von Laufenberg-Beermann
(Senioren-Organisationen (BAGSO) e. V., Bonn)

Praxisbeispiele
Im Anschluss stellten sich verschiedene Beispiele aus der Praxis vor, die ein Abbild der vielfältigen Wege zu mehr Lebensqualität im ländlichen Raum darstellten. Die Teilnehmenden konnten sich z. B. über das „Dorf im Dorf“ in Dobbertin informieren, das eine alternative Form für das Wohnen im Alter aufzeigt oder die Fortbildung „Dorfmoderation“ als Impuls für eine aktive Nachbarschaft kennen lernen.

„Dorf im Dorf“ in Dobbertin – gesund alt werden auf dem Lande
Dirk Mittelstädt
(Bürgermeister Gemeinde Dobbertin)

Trotz Pflegebedarf die Welt entdecken
Simone Henning und Annemarie Weißer
(Grabower Tagespflege und Pflegedienst Henning)

Bedarfe, Bedürfnisse und Angebote für Ältere im Generationenwechsel ländlicher Räume
Jens Forkel
(Hochschule Neubrandenburg)

Daseinsvorsorge im ländlichen Raum: das Gesundheitshaus in Woldegk
Dr. Ernst-Jürgen Lode
(Bürgermeister Stadt Woldegk)

Leben in zukunftsfähigen Dörfern: die Dorfmoderations-Fortbildung als Impuls für aktive Nachbarschaft
Maureen Grimm
(Hochschule Neubrandenburg)

Gemeinsam älter werden und fit bleiben mit Unterstützung vieler Netzwerkpartner
Barbara Schneider
(Seniorenbeirat Ostseebad Wustrow)

Abschlussrunde bei Kaffee und Kuchen
In einer gemeinsamen Abschlussrunde war es für alle Anwesenden möglich, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen den Tag Revue passieren zu lassen. Die Praxisbeispiele konnten vertieft und bei Bedarf offene Fragen geklärt werden. Es war eine gelungene Veranstaltung – so der erste Tenor zum Ende der Veranstaltung.