Der sozioökonomische Status einer Person – also die Kombination aus dem Einkommen, dem Erwerbs- und Familienstand, der Wohnsituation, der gesellschaftlichen Teilhabe und der empfundenen Zufriedenheit – wirkt sich erheblich auf das körperliche und seelische Wohlbefinden aus.

Sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen sind häufig einem höheren Krankheitsrisiko ausgesetzt und besitzen geringere Gesundheitschancen als Menschen, die sich in einer besseren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lage befinden.

 

Erwerbstätigkeit

In Mecklenburg-Vorpommern gab es im Jahresdurchschnitt 2016 insgesamt 760.000 Erwerbstätige.

Die Erwerbstätigenquote der Männer im Alter von 15 bis unter 65 Jahren war zu diesem Zeitpunkt mit 73,0 % nur geringfügig höher als die der Frauen mit 71,1 %.

Nach der Altersstruktur der Erwerbstätigen dominierten im Jahresdurchschnitt 2016 die 40- bis 59-Jährigen mit 390.800 Personen bzw. 51,4 %, gefolgt von den 20- bis 39-Jährigen mit 273.000 Personen bzw. 35,9 %. Immerhin 10,7 % der Erwerbstätigen waren 60 Jahre oder älter (81.400 Personen). Junge Erwerbstätige unter 20 Jahren bildeten mit 2,0 % (14.900 Menschen) eine sehr kleine Gruppe.

Insgesamt waren deutlich mehr Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern 40 Jahre oder älter (472.200 Personen bzw. 62,1 %) als 39 Jahre oder jünger (287.900 Personen bzw. 37,9 %) – ein deutlicher Hinweis auf die nahenden Chancen der heranwachsenden Generation auf dem künftigen Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern. Der anstehende Effekt des Nachwuchsbedarfes greift jedoch bezüglich der Beschäftigungsbedingungen für die heute jüngeren Erwerbstätigen noch nicht. Insbesondere die befristete Beschäftigung betrifft junge Arbeitnehmer*innen im Gegensatz zu älteren Beschäftigten deutlich stärker.

 

Arbeitslosigkeit

 In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2016 insgesamt 80.389 Arbeitslose registriert, davon 45.597 Männer und 34.792 Frauen. Die Arbeitslosenquote im Land betrug in diesem Jahr durchschnittlich 9,7 % und sank somit im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 %. Bundesweit gesehen lag in Mecklenburg-Vorpommern demnach die dritthöchste Arbeitslosenquote vor. Ebenfalls nahm das Land mit 3,6 % im Jahresdurchschnitt 2016 den dritten Platz bei den höchsten Langzeitarbeitsquoten ein. Als Ursachen dürften vor allem der Mangel an Arbeitsplätzen sowie die demographische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gesehen werden.

 

Armut

 2015 lag die Armutsquote in Deutschland bei 15,7 %. Die Prozentzahl stand in dem Jahr für 12,9 Millionen Menschen, die rechnerisch unter der Einkommensarmutsgrenze lebten und somit von Armut betroffen waren. Damit war der bisherige Höchststand erreicht. 2016 blieb der Wert konstant.

Für Mecklenburg-Vorpommern ergab sich 2016 eine Armutsquote von 20,4 %. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen Rückgang um 1,3 %. Trotz sinkender Zahlen weist Mecklenburg-Vorpommern weiterhin eine überdurchschnittlich hohe Armutsquote auf und reihte sich im deutschlandweiten Ländervergleich nur noch vor Bremen, Berlin und Sachsen-Anhalt ein.

 

Quellen

Die genannten Zahlen und Fakten stammen aus unterschiedlichen Publikationen. Eine Auflistung der gesamten Literatur kann auf Nachfrage erfolgen. Nehmen Sie hierzu einfach Kontakt auf:

Judith Veit
E-Mail: judith.veit@lvg-mv.de
Tel.: 0385 2007 386 13
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