Digitales Austauschtreffen für Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern am 27.10.2021

Am 27.10.2021 feierten wir Premiere und luden via Webex zu unserem ersten digitalen Austauschtreffen der Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern ein. Von der kleinen Gemeinde, über Städte bis hin zur Landkreisebene nutzen die Teilnehmenden die Chance, sich überregional über Erfahrungen und den aktuellen Stand der Gesundheitsförderung in den eigenen Kommunen auszutauschen.


Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, ging es zur Einstimmung in das Thema kommunale Gesundheitsförderung darum, ein gemeinsames Verständnis zu den Begriffen „Gesundheit“ und „Gesundheitsförderung“ im Kreis der Teilnehmenden mittels Kartenabfrage und folgender Fragen „Was bedeutet Gesundheit für Sie?“ und „Was verstehen Sie unter Gesundheitsförderung?“ zu finden. Gesundheit und Gesundheitsförderung sind mehr als die klassischen Begriffsdefinitionen. Für die Teilnehmenden war Gesundheit u. a. fit sein, gutes Stressmanagement, Lebensqualität, Selbstbestimmung, Wahrnehmung mit allen Sinnen, mit dabei sein dürfen sowie Freiheit. Das gemeinsame Verständnis für den Begriff Gesundheitsförderung ergab folgende Ergebnisse: Stärkung von Ressourcen, Befähigung, Empowerment, Gestaltung des Umfelds, bedarfsgerechte Angebote im jeweiligen Setting vorhalten, Selbstbestimmung, Angebotsvielfalt, Spielplätze, Parkbänke sowie Selbsthilfegruppen. Es wird also ersichtlich, dass Gesundheit und Gesundheitsförderung mehr sind also Ernährung, Bewegung und Entspannung.


Anschließend stellten zwei Studierende aus dem diesjährigen Forschungsprojekt „Kommunale Gesundheitsförderung“ in Kooperation mit der Hochschule Neubrandenburg den aktuellen Projektstand sowie erste Ergebnisse vor. Dieses Jahr liegt der Forschungsschwerpunkt auf dem ländlichen Raum. Um hierzu neue Erkenntnisse zu gewinnen, wird im Forschungsprojekt exemplarisch der Stand der kommunalen Gesundheitsförderung in zwei Beispielkommunen in Mecklenburg-Vorpommern untersucht und der Frage nachgegangen, inwieweit diese Strukturen und Angebote in die umliegenden Gemeinden ausstrahlen. Der Forschungsbericht mit Ergebnissen wird im Februar 2022 auf unserer Website veröffentlicht.


Im letzten Teil der Veranstaltung tauschten sich die Teilnehmenden anhand von Leitfragen angeregt zum aktuellen Stand der Gesundheitsförderung in der eigenen Kommune (Stadt oder Gemeinde) und den bereits gemachten Erfahrungen im Bereich kommunaler Gesundheitsförderung aus.
Wir freuen uns auf den digitalen Austausch im kommenden Jahr! Bitte merken Sie sich den 26. Oktober 2022 vor.

2. digitales Regionalnetzwerktreffen Nord vom Gesunden Städte-Netzwerk am 11.11.2021

Bereits zum zweiten Mal traf sich das Regionalnetzwerk Nord vom Gesunden Städte-Netzwerk in digitaler Form am 11. November 2021. Das aktuelle Infektionsgeschehen stellte im vergangenen Jahr alle Mitgliedskommunen und beteiligten Akteure (z. B. Selbsthilfekontaktstellen) vor unterschiedliche Herausforderungen.

Neben den Mitgliedskommunen aus Lübeck, Kiel, Flensburg, Bad Segeberg, Schwerin und Rostock waren auch die Landesvereinigungen für Gesundheitsförderungen aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vertreten.

Kristin Schünemann, M.A., Sprecherin des Gesunde Städte-Netzwerkes Nord, eröffnete und begrüßte das virtuelle Meeting. Nach einer kurzer Vorstellungsrunde aller Teilnehmenden berichtete Séna Weiss, (Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung, Kreis Segeberg), über die 1. Kommunale Gesundheitsförderungskonferenz des Kreises Segeberg. Im Anschluss gaben Ute Kammler (Selbsthilfekontaktstelle Rostock) und Kristin Schünemann, M.A. (Koordinatorin für Gesundheitsförderung der Hanse- und Universitätsstadt) einen Einblick die Aktivitäten des Onkologisches Selbsthilfe-Netzwerks Rostock.

Der letzte Teil des Meetings war dem Austausch aus und mit den Kommunen gewidmet, u. a. stellte Cornelia Jungbluth (Koordinatorin für Gesundheitsförderung der Landeshauptstadt Schwerin) die Aktivitäten des Gesunden Städtenetzwerks in Schwerin aus dem vergangenen Jahr vor. Weiterhin berichteten die Mitgliedskommunen von Herausforderungen in der täglichen Arbeit, die teilweise durch die Corona-Pandemie aufkamen und den gesammelten Erfahrungen aus dem letzten Jahr. Es war ein interessantes und angeregtes Netzwerktreffen.

Wir freuen uns auf den nächsten Austausch im kommenden Jahr!

Beitrag zur Online-Lernwerkstatt Kriterien guter Praxis: Partizipation am 17.11.2021

Partizipation – war das Thema unser 3. Online-Lernwerkstatt Kriterien guter Praxis am 17.11.2021. Mit der Unterstützung von Dr. Birgit Böhm (nexus Institut) als Referentin, vertieften 19 Teilnehmende aus unterschiedlichsten Bereichen, z. B. Bildungsträger, Verwaltung, Pädagogik, freie Träger, Jobcenter usw., ihr Wissen in dem Good Practice-Kriterium Partizipation. Neben dem Kennenlernen von vielen Praxisbeispielen & partizipativen Methoden, tauschten sich die Teilnehmenden in fünf Kleingruppen über eigene Erfahrungen im Bereich Partizipation anhand folgender Leitfragen aus:

  • Welche Methoden der Partizipation nutzen Sie bereits?

z. B. Fragebögen, Interviews, Abstimmung Bürgerprojekte und Stimmzettel, Befragungen vor Ort, Jugendclubbeirat, Zukunftswerkstätten und Pinnwand: Was wünscht ihr euch?

  • Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

z. B. vorhandene Strukturen nutzen, „Es kommen immer die gleichen engagierten Menschen“, „Leute kommen nicht zu kostenlosen Veranstaltungen, werden nicht wertgeschätzt“, Bei fehlendem Interesse ist Aktivierung schwierig, Rückmeldung besser durch gewachsene Partizipationskultur und Schriftliche Einladungen haben wenig Erfolg- lieber direkte Ansprache

  • Welche Stolpersteine gab es?

z. B. Bürokratische Hürden, Sprachhemmnisse, Entscheidungsfindung wird durch die Stadt verzögert, Datenschutz: Whats App verboten, Zielgruppe wird durch alternative Messenger nicht erreicht, Manche Leute, die immer kommen, dominieren und verhindern, dass andere (zu Wort) kommen, Ergebnisse von Partizipation werden nicht von der Verwaltung mitgetragen, Wenn Befragungsdauer zu lange dauert, sinkt die Motivation, daran teilzunehmen, vor Ort, persönlich besser als digital, Vorschläge aus der Anwohnerschaft sind nicht sehr häufig und Dauerhafte Teilnahme, Kontakt, Verbindlichkeit

  • Was lief gut?

z. B. Netzwerk genutzt, Leute ansprechen, Situationen nutzen, Kooperation mit Einrichtungen im Stadtteil, Kompromisse schließen, um Menschen nicht auszuschließen, Trotz bürokratischer Hürden, einfach losgelegt und Einrichtungsleitung vom Projekt überzeugen

Es wird ersichtlich, dass die Teilnehmenden bereits einige Erfahrungen im Bereich Partizipation in der eigenen Arbeit gemacht haben. Der Austausch zeigt, wie wichtig es ist, die eigene Arbeit zu reflektieren und festzustellen: „An dem Punkt sind wir ja bereits gut aufgestellt“.

Weiterhin nutzten die Teilnehmenden die Chance, sich miteinander zu vernetzen. Die Erkenntnisse des Tages waren u. a. die Selbstreflexion, dass schon viel in der eigenen Praxis mit dem Good Practice-Kriterium Partizipation gearbeitet wird und „Lieber wenig Partizipation, aber dafür gründlich“. Für die Vernetzung der Teilnehmenden im Nachgang haben wir bei dem Portal für Fachkräfte inforo die Gruppe Lernwerkstatt Good Practice-Kriterien Mecklenburg-Vorpommern erstellt.

Veranstaltungstipp: die nächste Lernwerkstatt findet am 16.03.2022 via Webex statt

Weiterbildung Eltern-Programm Schatzsuche

Alle an Bord! Auch im nächsten Jahr finden wieder zwei Weiterbildungsdurchgänge (Frühjahr und Herbst) zum Eltern-Programm Schatzsuche-Basis statt. Die Weiterbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kitas und Familienzentren. Zwei Mitarbeitende einer Kita oder eines Familienzentrums nehmen an der 6-tägigen Weiterbildung teil und können das Eltern-Programm danach sicher und kompetent in ihrer Einrichtung durchführen.

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Lernwerkstätten Kriterien guter Praxis 2022

theoretisch. praktisch. gut

16.03.2022
(Anschlussveranstaltung “Auf der Suche nach GP-Kriterien” am 30.03.2022)

09.11.2022
(Anschlussveranstatlung “Auf der Suche nach GP-Kriterien” 23.11.2022)

Das ist das Motto unserer Lernwerkstatt Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung. Mit dem Ziel, eine gemeinsame Grundlage für qualitätsgesicherte Arbeit zu schaffen, laden wir interessierte Akteureein.

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