BZgA rät zur Vorsicht: Alkohol und Hitze vertragen sich nicht

Köln, 17. Juli 2018. Der Sommer ist da und auch in Deutschland steigen die Temperaturen. Doch Vorsicht: Hitze und Alkohol vertragen sich nicht. Wenn die Sonne brennt, wirkt Alkohol im Körper schneller und intensiver. Besonders an heißen Tagen kann zu viel Alkohol zu Kreislaufproblemen oder sogar zur Bewusstlosigkeit führen. Die Folge durch die Kombination von Alkohol und Hitze: Der Blutdruck sinkt, man fühlt sich müde und schlapp.

Ob nun beim Baden in Deutschland oder an der Adria, Wandern in Frankreich oder Tirol, Urlaub soll entspannen und Spaß machen. Für Viele gehören Bier, Wein oder Cocktail zu einem gelungenen Urlaub dazu. Bei allem Spaß sollte für den Umgang mit Alkohol bei sommerlichen Temperaturen dennoch Vorsicht gelten. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nennt vier gute Gründe, warum man im Urlaub besser im Limit bleiben sollte:

1. Urlaub auch für die Leber
Alkohol kann nicht einfach ausgeschwitzt werden. Die Leber übernimmt die Hauptarbeit beim Alkoholabbau. Wenn der Alkoholspiegel also dauerhaft hochgehalten wird, kann die Leber den Alkohol nie völlig abbauen und ist ständig überlastet. Im Limit bleiben, bedeutet daher auch Urlaub für die Leber.

2. Sicher baden
Alkohol schränkt die Koordinationsfähigkeit ein. Betrunken schwimmen gehen kann daher auch in sicheren Gewässern gefährlich werden. Und: Wer alkoholisiert badet, kann selbst bei einer Wassertemperatur von 20 bis 22 Grad einen Kälteschock erleiden.

3. Vorsicht vor unangenehmen Kontakten
Unter Alkoholeinfluss kommt es schneller zu Gewalt und man kann eher Opfer von Diebstählen werden. Alkohol spielt oftmals eine Rolle bei ungewolltem und/ oder ungeschütztem Geschlechtsverkehr.

4. Hitzschlag durch Flüssigkeitsverlust
Sommerhitze führt zu vermehrtem Schwitzen. Alkohol entzieht dem Körper weiteres Wasser und wertvolle Mineralstoffe. Das begünstigt die Gefahr von Hitzschlägen. Vor allem ältere Menschen haben einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf und sollten an heißen Tagen ausreichend nicht-alkoholische Getränke zu sich nehmen. Am besten eignen sich Wasser, ungesüßter Tee oder isotonische Getränke.

Frauen sollten nicht mehr als 12 Gramm reinen Alkohol täglich trinken. So viel steckt in einem kleinen Glas Bier (0.25l) oder Wein (0,1l). Für Männer gilt als Grenzwert doppelt so viel, also nicht mehr als 24 Gramm reinen Alkohol. Das sind ein halber Liter Bier oder zwei kleine Gläser Wein. Für alle gilt: Es sollte an mindestens zwei Tagen in der Woche gar kein Alkohol getrunken werden.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

„Auf die Plätze, fertig – Antrag stellen!“ – Aktion Mensch fördert Sportprojekte

„Auf die Plätze, fertig – Antrag stellen!“ – Aktion Mensch fördert Sportprojekte

Sport ist nicht nur gesund und hält fit. Sport bringt Menschen zusammen, erzeugt Nähe und hilft dabei, Vorurteile abzubauen. Sport ist auch ein Inklusionstreiber erster Klasse. Aus diesem Grund unterstützt die Aktion Mensch sportliche Initiativen und Ideen auf besondere Weise – von der Förderaktion für kleine Projekte bis zur großen Projektförderung. Wenn Sie eine sportliche Idee haben, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung miteinander ins Spiel zu bringen, dann nichts wie los! Aktion Mensch unterstützt Sie dabei.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.paritaet-mv.de

 

Quelle: Der PARITÄTISCHE Mecklenburg-Vorpommern – Informationsservice vom 27. Juni 2018

Sozial benachteiligte Kinder – Mehr Verhältnisprävention erforderlich

Sozial benachteiligte Kinder – Mehr Verhältnisprävention erforderlich

Bereits früh im Lebenslauf existieren ausgeprägte soziale Unterschiede im Gesundheitsverhalten. Das zeigen neue Daten aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS).

Die Ergebnisse der KiGGS-Welle 2 zeigen zum Beispiel, dass Kinder und Jugendliche mit niedrigem sozioökonomischem Status sich häufiger als Gleichaltrige aus sozial bessergestellten Familien ungesund ernähren, dass sie seltener Sport treiben und häufiger übergewichtig oder adipös sind.

Erzieherische Ansätze und Einzelmaßnahmen wie Trainings- oder Kursangebote, die auf eine Verhaltensänderung des Einzelnen abzielen, haben sich in der Vergangenheit als wenig effektiv erwiesen. Den RKI-Wissenschaftlern zufolge kommen solche Maßnahmen bei sozial benachteiligten Gruppen kaum an. Nachweislich bessere Erfolge seien zu erzielen, wenn verhaltenspräventive Ansätze durch Verhältnisprävention ergänzt werden.

Weitere Informationen finden Sie in der neuen Ausgabe des Journal of Health Monitoring des Robert Koch-Instituts: www.rki.de

 

Quelle: Newsletter der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. vom 29. Juni 2018

Die Bewegungspackung

Die Bewegungspackung

Körperliche Aktivität kräftigt das Immunsystem und steigert das Wohlbefinden. Neben Körper und Geist fördert Bewegung auch die Geselligkeit – Sie bleiben in Kontakt mit Gleichgesinnten und stärken zugleich Ihre Gesundheit. Zu diesem Zweck wurde die „Bewegungspackung“ entwickelt:

Eine kleine Schachtel mit 25 Karten, mit Übungen, die aus dem AlltagsTrainingsProgramm (ATP) entnommen sind, und die Motivation und Anregung zu Bewegungen bieten.

Machen Sie mit! Es ist ganz einfach:

  • Die Übungen sind leicht in den Alltag integrierbar
  • Es werden keine Sportgeräte oder Sportkleidung benötigt
  • Die Übungen machen nicht nur alleine, sondern auch in der Gruppe Spaß
  • Die Übungen können überall durchgeführt werden (zu Hause, im Park, drinnen und draußen)

Wichtige Hinweise zur Nutzung der Bewegungspackung entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.

Wer die dargestellten Übungen gerne in einem Gruppenkurs zusammen mit Gleichgesinnten unter fachkundiger Anleitung erlernen möchte, kann in der „Kursdatenbank“ nach Kursangeboten in seiner Nähe suchen. Ein persönliches Exemplar der Bewegungspackung können Sie hier kostenlos bestellen.

Ihr persönliches Übungsprogramm können Sie sich hier zusammenstellen und herunterladen.

 

 

Quelle: Newsletter BZgA-Infodienst Gesundheitserziehung/Gesundheitsförderung vom 03. Juli 2018

Achtung Hitze! Bei Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute: NAWIB gibt Tipps zur Wiederbelebung

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 11.07.2018:

Köln, 11. Juli 2018. Auch der schönste Sommer hat seine Schattenseiten: Zu viel Anstrengung bei großer Hitze, zu wenig Flüssigkeit oder die allergische Reaktion auf einen Insektenstich können Kreislaufversagen und Bewusstlosigkeit zur Folge haben. Kommt es schlimmstenfalls zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand, zählt jede Minute: Denn nach nur drei bis fünf Minuten ohne Durchblutung beginnt das Gehirn unwiederbringlich Schaden zu erleiden. Was in einem solchen Fall zu tun ist, darüber informiert das Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung (NAWIB), das bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) angesiedelt ist.

Atmet ein Mensch kaum noch oder gar nicht mehr, sind folgende Schritte erforderlich:

1. Prüfen
Ist er oder sie noch ansprechbar? – Sprechen Sie die Person direkt an: „Hallo, können Sie mich hören?“ und fassen Sie sie an (z. B. Schütteln, leichter Schmerzreiz).

Wenn keine Reaktion erfolgt und die Person kaum oder gar nicht atmet:

2. Rufen
Wählen Sie sofort die europaweite Notrufnummer 112.
Bitte legen Sie erst auf, wenn der Leitstellendisponent keine weiteren Fragen mehr hat.

3. Drücken
Beginnen Sie nun sofort mit der Wiederbelebung. Legen Sie Ihre Hände übereinander und mit den Handballen nach unten auf die Mitte des Brustkorbs der hilfsbedürftigen Person. Die richtige Position befindet sich in Höhe der Brustwarzen. Der Oberkörper sollte nach Möglichkeit frei sein.

Drücken Sie mit einer Geschwindigkeit von 100 – 120 Mal pro Minute sehr fest auf den Brustkorb, mindestens fünf bis sechs Zentimeter tief. Halten Sie dabei die Arme gestreckt, um Kraft ausüben zu können. Am besten im Rhythmus von Songs wie „Stayin‘ Alive“, „Atemlos durch die Nacht“, dem „Radetzky-Marsch“ oder ähnlichem.

Machen Sie solange weiter, bis der Rettungsdienst übernimmt. Sind mehrere Personen anwesend, wechseln Sie sich ab. Dabei sollten keine Pausen entstehen.

Hinweis: An heißen Sommertagen sind Babys und Kleinkinder besonders gefährdet, da sie viel schneller als Erwachsene in Kreislaufnot geraten können – sie dürfen zum Beispiel auf keinen Fall allein im Auto gelassen werden, auch nicht für kurze Zeit. Für ältere Menschen kann große Hitze ebenfalls zum Problem werden, da das Durstgefühl bei ihnen oft weniger ausgeprägt ist und sie daher häufig zu wenig trinken.

Weitere Informationen unter:
https://www.wiederbelebung.de/
https://www.wiederbelebung.de/so-gehts

Daten und Fakten:
https://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/wiederbelebung/

Grafik zur Wiederbelebung:
https://www.bzga.de/presse/pressemotive/wiederbelebung/

 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Juli 2018

 

Ernährungsmedizin, -beratung und -bildung stärken

Wie und warum die ernährungsmedizinische Versorgung, Ernährungsberatung und -bildung in Deutschland gestärkt werden sollen, haben die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), der BerufsVerband Oecotrophologie e.V.(VDOE) und der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM) kürzlich in der „Kasseler Erklärung“ dargelegt.

In der Erklärung, die anlässlich der Dreiländertagung „Ernährung 2018“ Ende Juni 2018 in Kassel stattfand, legen DGEM, VDOE und BDEM ihre gemeinsam getragenen Überzeugungen und Kernforderungen in Bezug auf die Verbesserung der Situation dar. Gefordert wird u.a., Ernährungsmedizin, Ernährungsberatung und -betreuung in der Ausbildung, in Klinik und in Praxis fest zu etablieren. Ernährungstherapie müsse zudem zur definierten Leistung der gesetzlichen Krankenversicherungen werden und die Politik müsse Leistungserbringern, Verbraucherschutz und Patientenvertretern die Möglichkeit bieten, gemeinsam den Rahmen für eine integrierte qualitätsgesicherte Ernährungsversorgung zu definieren.

 

Die vollständige Kasseler Erklärung können Sie hier herunterladen: Link

 

Quelle: Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG), Juni 2018

Bei Auslandsreisen an den Organspende-Ausweis denken

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 05.07.2018:

 

Unterschiedliche Regelungen zur Organentnahme in Europa: BZgA bietet Dokumente in 28 Landessprachen zum Download an.
Köln, 05. Juli 2018. Reisende ins europäische Ausland sollten sich vorab darüber informieren, wie die Organ- und Gewebespende im Reiseland geregelt ist. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät Reisenden, einen gültigen Organspendeausweis in der jeweiligen Landessprache mitzuführen. Unter welchen Umständen die Organe einer verstorbenen Person für eine Organspende entnommen werden dürfen, ist in den Ländern Europas gesetzlich nicht einheitlich geregelt. Generell greift bei einem Todesfall im Ausland das jeweilige Landesgesetz, unabhängig von der Nationalität der verstorbenen Person.
In Deutschland gilt die sogenannte Entscheidungslösung. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen durch regelmäßige Information in die Lage versetzt werden, eine unabhängige Entscheidung für oder gegen die Organ- und Gewebespende zu treffen. Organe oder Gewebe dürfen nur entnommen werden, wenn die verstorbene Person dem zu Lebzeiten zugestimmt hat – etwa auf einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung. Liegt keine Entscheidung vor, müssen die Angehörigen diese stellvertretend treffen. In Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Litauen, Rumänien und der Schweiz gilt die Zustimmungslösung. Hier dürfen Organe und Gewebe ebenfalls nur entnommen werden, wenn die Zustimmung der verstorbenen Person oder die der Angehörigen vorliegt. In Ländern, wie zum Beispiel Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Österreich und der Türkei, wird die Organ- und Gewebespende durch die Widerspruchslösung geregelt. Hier dürfen Organe grundsätzlich zur Transplantation entnommen werden, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat.
Für Urlauber im Ausland gilt: Der ausgefüllte Organspendeausweis aus Deutschland dokumentiert die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organspende. „Es ist bei einem Auslandsaufenthalt ratsam, neben einem Organspendeausweis in deutscher Sprache auch einen Ausweis in der Landessprache mitzuführen“, erklärt Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. So wird die persönliche Entscheidung für oder gegen die Organ- und Gewebespende auch im Ausland verstanden.

Die BZgA stellt den Organspendeausweis in 28 Sprachen zum Download und Ausdruck unter https://www.organspende-info.de/organspendeausweis/bestellen zur Verfügung. Sobald die Daten zur persönlichen Entscheidung in die vorgegebenen Felder eingetragen sind und eine Unterschrift erfolgt ist, ist der Organspendeausweis gültig.

Information zur Organ- und Gewebespende finden Sie unter:
http://www.organspende-info.de

Gesetzliche Regelungen in Europa:
https://www.organspende-info.de/infothek/gesetze/europa-regelungen

Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/Organspende

 

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Juli 2018

Mehr Bewegung im Alltag!

Körperliche Aktivität kräftigt das Immunsystem und steigert das Wohlbefinden. Neben
Körper und Geist fördert Bewegung auch die Geselligkeit.
Aktivität im Alltag kann dabei ganz einfach sein: »Hinstellen, Fersen abwechselnd
anheben, absetzen und dabei Arme aktiv mitschwingen« – das kräftigt die Beine
und kann praktisch überall und zu jeder Zeit trainiert werden, ob vorm Fernseher
oder beim Warten auf den Bus. Zu diesem Zweck wurde die »Bewegungspackung«
von »Älter werden in Balance« – einem Programm der BZgA, unterstützt durch den
Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. – entwickelt: Eine kleine Schachtel
mit 25 Übungskarten, die Motivation und Anregung zu Bewegungen bieten.
Es gibt Übungen für Arme und Schultern, den Rumpf und die Beine. Die Vorderseite
jeder Übungskarte zeigt eine Person in Aktion, auf der Rückseite wird die jeweilige
Übung beschrieben. Der Beipackzettel empfiehlt als »übliche Dosis«, drei bis viermal
pro Woche eine Übungskarte aus jeder Kategorie zu ziehen und umzusetzen.
Ort, Zeitpunkt und Intensität der Übungen können selbst gewählt werden.
Die Bewegungspackung erhalten Sie kostenlos bei der BZgA.

https://www.aelter-werden-in-balance.de/bewegungspackung/

Heilfasten, Basenfasten, Intervallfasten – Fasten ist zum Abnehmen ungeeignet

(dge) Wer fastet, verzichtet freiwillig völlig oder teilweise auf
Nahrung. Im Rahmen einer Fastenkur setzen sich Fastende oft
mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrer Ernährung
auseinander. Deshalb kann es den Einstieg in eine
gesundheitsfördernde Ernährung bereiten. Fasten eignet sich
nicht als Diät und führt zeitlich befristet nicht zu einer langfristigen
Gewichtsabnahme. Es sei denn, der Fastende ändert gleichzeitig
seinen Lebensstil. Je nach Fastenart kann sogar eine ausgewogene Nährstoffzufuhr
gefährdet sein. Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche oder Kinder sollten auf Fasten gänzlich verzichten. Gleiches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheiten wie Essstörungen oder Leber- und Nierenkrankheiten. Weit verbreitet sind hierzulande das Heil-, Basen- und Intervallfasten.
Heilfasten hat eine jahrtausendalte Tradition und zielt darauf ab, Körper, Geist und Seele zu reinigen. Es wird sowohl zur Gesundheitsprävention als auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet. Heilfasten sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Eine Heilfastenkur dauert üblicherweise 7-10 Tage. Zudem sollten ein Vorbereitungstag mit ca. 1.000 kcal/Tag inklusive Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin sowie nach dem Fasten drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens eingeplant werden. Während der Fastentage wird dem Körper nur eine sehr geringe Energiemenge von max. 500 kcal/Tag in Form flüssiger Nahrung zugeführt. Vorteilhafte Effekte des Heilfastens sind bei bestimmten Krankheiten, beispielsweise für das Metabolische Syndrom, chronische Entzündungen oder psychosomatische Krankheiten wissenschaftlich belegt. Gesunde Menschen können diese Fastenart als Einstieg in eine Gewichtsabnahme nutzen; zum dauerhaften Abnehmen ist sie aber ungeeignet.
Durch Basenfasten soll der Körper entsäuert werden – eine Methode, die häufig in der Alternativmedizin angewendet wird. Basenfastende dürfen nur Lebensmittel verzehren, die als basisch gelten, wie Gemüse, Obst sowie einige Nüsse und hochwertiges Lein-, Oliven- oder Rapsöl. Als Getränke stehen Quellwasser sowie verdünnte Kräutertees zur Verfügung. Wissenschaftliche Beweise für die Wirkung dieser Fastenmethode fehlen jedoch: Weder die Existenz von Schlacken im Körper ist nachgewiesen noch die Annahme, dass säurebildende Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt des Körpers stören. Weil lebenswichtige Nährstoffe auf Dauer in zu geringen Mengen zugeführt werden könnten, rät die DGE von langfristigem Basenfasten ab.
Intervallfasten bedeutet tage- oder stundenweise auf Nahrung zu verzichten. Es gibt unterschiedliche Konzepte mit zwei aufeinander folgenden Fastentagen bzw. zwei festgelegten Fastentagen pro Woche oder alternierendes Fasten. Empfehlungen, welche Lebensmittel an den restlichen Tagen ausgewählt werden sollten, sucht der Fastende meist vergeblich. Intervallfasten soll als Dauerkost angewendet werden und in der Regel will der Fastende damit langfristig Gewicht reduzieren. Dem Intervallfasten werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben. Wissenschaftliche Studien zu Langzeitfolgen des Intervallfastens liegen nicht vor. Bisherige Daten deuten auf eine positive Wirkung auf Gesundheit und Gewichtsabnahme hin. Die DGE hält Intervallfasten für nicht sinnvoll, um sein Gewicht langfristig zu regulieren, da konkrete Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl fehlen. Eine Ernährungsumstellung hin zu einer
Bildquelle: DGE
ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl findet dadurch in der Regel nicht statt.(dge) Wer fastet, verzichtet freiwillig völlig oder teilweise auf
Nahrung. Im Rahmen einer Fastenkur setzen sich Fastende oft
mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrer Ernährung
auseinander. Deshalb kann es den Einstieg in eine
gesundheitsfördernde Ernährung bereiten. Fasten eignet sich
nicht als Diät und führt zeitlich befristet nicht zu einer langfristigen
Gewichtsabnahme. Es sei denn, der Fastende ändert gleichzeitig
seinen Lebensstil. Je nach Fastenart kann sogar eine ausgewogene Nährstoffzufuhr
gefährdet sein. Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche oder Kinder sollten auf Fasten gänzlich verzichten. Gleiches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheiten wie Essstörungen oder Leber- und Nierenkrankheiten. Weit verbreitet sind hierzulande das Heil-, Basen- und Intervallfasten.
Heilfasten hat eine jahrtausendalte Tradition und zielt darauf ab, Körper, Geist und Seele zu reinigen. Es wird sowohl zur Gesundheitsprävention als auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet. Heilfasten sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Eine Heilfastenkur dauert üblicherweise 7-10 Tage. Zudem sollten ein Vorbereitungstag mit ca. 1.000 kcal/Tag inklusive Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin sowie nach dem Fasten drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens eingeplant werden. Während der Fastentage wird dem Körper nur eine sehr geringe Energiemenge von max. 500 kcal/Tag in Form flüssiger Nahrung zugeführt. Vorteilhafte Effekte des Heilfastens sind bei bestimmten Krankheiten, beispielsweise für das Metabolische Syndrom, chronische Entzündungen oder psychosomatische Krankheiten wissenschaftlich belegt. Gesunde Menschen können diese Fastenart als Einstieg in eine Gewichtsabnahme nutzen; zum dauerhaften Abnehmen ist sie aber ungeeignet.
Durch Basenfasten soll der Körper entsäuert werden – eine Methode, die häufig in der Alternativmedizin angewendet wird. Basenfastende dürfen nur Lebensmittel verzehren, die als basisch gelten, wie Gemüse, Obst sowie einige Nüsse und hochwertiges Lein-, Oliven- oder Rapsöl. Als Getränke stehen Quellwasser sowie verdünnte Kräutertees zur Verfügung. Wissenschaftliche Beweise für die Wirkung dieser Fastenmethode fehlen jedoch: Weder die Existenz von Schlacken im Körper ist nachgewiesen noch die Annahme, dass säurebildende Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt des Körpers stören. Weil lebenswichtige Nährstoffe auf Dauer in zu geringen Mengen zugeführt werden könnten, rät die DGE von langfristigem Basenfasten ab.
Intervallfasten bedeutet tage- oder stundenweise auf Nahrung zu verzichten. Es gibt unterschiedliche Konzepte mit zwei aufeinander folgenden Fastentagen bzw. zwei festgelegten Fastentagen pro Woche oder alternierendes Fasten. Empfehlungen, welche Lebensmittel an den restlichen Tagen ausgewählt werden sollten, sucht der Fastende meist vergeblich. Intervallfasten soll als Dauerkost angewendet werden und in der Regel will der Fastende damit langfristig Gewicht reduzieren. Dem Intervallfasten werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben. Wissenschaftliche Studien zu Langzeitfolgen des Intervallfastens liegen nicht vor. Bisherige Daten deuten auf eine positive Wirkung auf Gesundheit und Gewichtsabnahme hin. Die DGE hält Intervallfasten für nicht sinnvoll, um sein Gewicht langfristig zu regulieren, da konkrete Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl fehlen. Eine Ernährungsumstellung hin zu einer
Bildquelle: DGE
ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl findet dadurch in der Regel nicht statt.

 

Quelle: Newsletter der DGE Sektion MV

Informationsveranstaltungen für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

Sie möchten Ihr Wissen über Gesundheitsförderung erweitern und die Potentiale für Ihre Stadt oder Gemeinde kennenlernen? Oder Sie haben sich bereits mit dem Thema befasst und möchten nun wis-sen, wie es weitergeht? In jedem Fall sind Sie bei unseren Informationsveranstaltungen richtig und herzliche eingeladen!

Wir geben Ihnen die Möglichkeit, sich anhand eines Fallbeispiels über die Grundsätze der Gesund-heitsförderung in Städten und Gemeinden zu informieren, sich mit Kollegen auszutauschen und zu erfahren, auf welche Unterstützung Sie bei der Gestaltung einer gesunden und attraktiven Gemeinde zurückgreifen können.

An drei Terminen und Orten bei uns im Land können Sie Ihre Fragen stellen, aber auch Ihre Erfahrungen mit einbringen. Wählen Sie den für Sie passenden Termin aus, die Teilnahme ist kostenfrei!

08. Juni 2018 in Lassan
12. Juni 2018 in Grevesmühlen
15. Juni 2018 in Sanitz

Die Veranstaltungen finden jeweils von 14:00 – 18:00 Uhr statt. Den genauen Ablauf der Veranstaltung sowie einige Hintergrundinformationen finden Sie auf unserer Internetseite: http://www.gesundheitsfoerderung-mv.de/Veranstaltung/informationsveranstaltungen-fuer-buer-germeisterinnen-und-buergermeister/