Neuer BVPG-Internetauftritt: übersichtlich und mobil

Die neue Website der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung kombiniert Bewährtes mit Neuem: Themenkompetent, dialogorientiert und übersichtlich werden zentrale Themen der Prävention und Gesundheitsförderung in der gewohnten Tiefe bearbeitet. Gleichzeitig nutzt der neue Auftritt stärker als sein Vorgänger Designelemente, Farben und eine auf das Wesentliche reduzierte Navigation.

Klare Strukturen lotsen Sie durch die Inhalte, die nun besser auffindbar und leichter lesbar sind. Den neuen Internetauftritt können Sie jederzeit und überall nutzen: ob vom Computer zu Hause und am Arbeitsplatz oder vom Mobilgerät unterwegs.

Die bekannte Internet-Adresse bleibt erhalten, unter www.bvpraevention.de erhalten Sie nach wie vor aktuelle Informationen rund um Prävention und Gesundheitsförderung. Doch es gibt auch thematische Neuerungen, denn die Mitgliederversammlung der BVPG hatte im Mai 2018 beschlossen, zwei Schwerpunkte in den Fokus zur rücken, die von hoher Aktualität sind: die Prävention chronischer nichtübertragbarer Erkrankungen und das Thema „Digitalisierung in Prävention und Gesundheitsförderung“. Zu diesen beiden Schwerpunkten finden Sie auf unseren neuen Website aktuelle und Hintergrundinformationen.

Quelle: Newsletter der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung vom 31.01.2019

Neue Broschürenreihe „Praxis Präventionskette“ startet mit „Die Rolle der Koordination“

Wer nach praxisbasierten Lösungen für die wichtigsten Fragen rund um integrierte kommunale Strategien sucht, findet Antworten in „Praxis Präventionskette“. Die Broschürenreihe des Programms „Präventionsketten Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!“ zeigt in Text und Grafik, worauf Kommunen beim Aufbau integrierter kommunaler Strategien achten müssen. Dem 1. Praxisblatt zur „Rolle der Koordination“ werden in loser Reihenfolge Ausgaben zu „Bestandsaufnahme & -analyse“, „Entwicklung der Organisationsstruktur“, „Präventionskette in einfacher Sprache“ und „Wirkungsorientiertem Monitoring in Präventionsketten“ folgen.
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Quelle: Newsletter Soziale Lage und Gesundheit / Ausgabe 29
Niedersächsische Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit

FÖRDERUNG ZUM AKTIONSTAG 5. MAI 2019 – #MISSIONINKLUSION – DIE ZUKUNFT BEGINNT MIT DIR!

Unter dem Motto „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit dir!“ möchte die Aktion Mensch auch in diesem Jahr rund um den Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Möglichkeiten schaffen, bei denen sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen.

#MissionInklusion ist der Aufruf, die inklusive Gestaltung unserer Lebenswelt aktiv in die Hand zu nehmen. Diese beginnt schon bei den Jüngsten – denn wenn Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, unterschiedlicher Herkunftsländer oder mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen von Anfang an gemeinsam groß werden, wird Vielfalt für sie alltäglich. Viele Barrieren, mit denen wir heute konfrontiert sind, entstehen so gar nicht erst. Andere können von Anfang an abgebaut werden.

Um die Botschaft von Inklusion in die Welt zu bringen, motivieren wir Aktivisten, junge Menschen und die, die in Schulen oder der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten, sich vor Ort zu beteiligen und für eine inklusive Zukunft einzusetzen. Gemeinsam sensibilisieren und begeistern wir für das Thema Inklusion und geben ihnen eine Stimme in der Gestaltung unserer Gesellschaft.

Eine Veränderung erreichen wir nur gemeinsam – und so sind alle im Aktionszeitraum vom 27. April bis 12. Mai 2019 dazu aufgerufen, unter dem Motto „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung durchzuführen. Wir freuen uns auf viele tolle Aktionen!

Anträge können ab sofort unter nachfolgendem Link im Online-System der Aktion Mensch DIAS angemeldet werden:

https://www.aktion-mensch.de/aktionstag-5-mai/aktionstag-2019.html

Aktionsmittel können kostenfrei direkt bei Aktion Mensch bestellt werden. Rückfragen hierzu werden telefonisch unter 0228/2092-327 bzw. per Mail aktionstag@aktion-mensch.de beantwortet.

Aktion Mensch fördert grundsätzlich eine Mikroförderung ( alter Begriff: „Förderaktion“) pro Jahr und Einrichtung.
Anträge zur „Förderaktion 5. Mai“ können jedoch zusätzlich beantragt werden, da es sich um ein jährliches zusätzliches Aktionsangebot der Aktion Mensch handelt.

Quelle: Der PARITÄTISCHE Mecklenburg-Vorpommern – Informationsservice vom 23.01.2019

WWW.FRUEHEHILFEN.DE KOMPLETT ÜBERARBEITET

Zum Jahresauftakt hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) seine Internetseite grundlegend überarbeitet. www.fruehehilfen.de bietet jetzt eine bessere Übersichtlichkeit über Themen sowie ein leichteres Auffinden von Inhalten über eine moderne Navigationsstruktur und neue Suchfunktionen. Die erweiterte Startseite gibt mit verschiedenen Kacheln einen Überblick über aktuelle und besonders relevante Inhalte. Neu ist auch die Gliederung der Inhalte in sechs Bereiche: Grundlagen und Fachthemen, Forschung, Qualitätsentwicklung Frühe Hilfen, Qualitätsentwicklung Kinderschutz sowie Service und Das NZFH.Mit dem umfangreichen Relaunch hat das NZFH die Wünsche und Anforderungen umgesetzt, die Besucherinnen und Besucher der Seite in einer Befragung sowie Internet-Expertinnen und Experten nach einem Review-Verfahren genannt haben. Das Ziel ist, die Anliegen und Aufgaben der Akteure im Bereich der Frühen Hilfen zu unterstützen.
Hier geht es zur neuen Internetseite 
 

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) wird getragen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

4. Ausgabe der LVG-Information 2018 erschienen

Wir möchten Sie in der 4. Ausgabe unserer LVG-Information u. a. informieren über

  •  die 2. Landesgesundheitskonferenz Mecklenburg-Vorpommern am 15. Oktober 2018 sowie die Verleihung des Präventionspreises Mecklenburg-Vorpommern
  •  zahlreiche Aktivitäten der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit in unserem Bundesland
  •  Aktivitäten der LVG MV in den Settings Kommune und Kita.



Beratungs- und Bildungsangebote für Verantwortliche und Akteure in der kommunalen Seniorenarbeit

Das Thema Förderung des Wohlbefindens und der Lebensqualität älterer Menschen steht in der Seniorenarbeit ganz oben auf der Tagesordnung.

Wie kann es gelingen, älteren Menschen, die oftmals körperlich oder mental eingeschränkt sind und Einsamkeit erleben, durch abgestimmte Versorgungs- und Betreuungsstrukturen sinnvolle Angebote zu ermöglichen?

Die BAGSO unterstützt im Rahmen des Projektes Im Alter INFORM – ausgewogene Ernährung, mehr Bewegung und aktive Teilhabe Verantwortliche in der Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft bei der Verbesserung von Angeboten für ältere Menschen mit:

Quelle: BAGSO: aktuelle Im Alter IN FORM-Angebote für die Seniorenarbeit vom 04.12.2018

8. Präventionskongress vor ausgebuchten Reihen: „Prävention und Gesundheitsförderung vor Ort – Gestaltungsspielräume erkennen und nutzen“

Das große Echo bestätigt, dass der gemeinsame Präventionskongress des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V. (BVPG) ein wichtiges Thema aufgegriffen hat. Über 200 Fachleute kamen am 20. November 2018 zu Vorträgen und Austausch in die Hauptstadt. 

Neben zahlreichen Mitgliedsorganisationen der BVPG kamen die Teilnehmenden aus Städten und Gemeinden, Institutionen und Verbänden sowie Hochschulen zum 8. Präventionskongress zusammen.

Durch den Tag führte Dr. Beate Grossmann, Geschäftsführerin der BVPG.

Das hohe Interesse des Fachpublikums spiegelt den Bedarf, sich interdisziplinär auszutauschen: über lokale Präventionspraxis und die aktuellen Rahmenbedingungen, über Aufgaben, Hilfen und Gestaltungsspielräume in und von Kommunen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Sabine Weiss, würdigte in ihrem Grußwort die Schlüsselrolle der Städte und Gemeinden. Die Kommunen würden die Grundlage dafür schaffen, dass Menschen gesund aufwachsen, harmonisch zusammenleben und selbstbestimmt alt werden können. Damit böten sie den idealen Rahmen für zielgruppenübergreifende Prävention und Gesundheitsförderung.

Das Publikum begrüßte die Ankündigung eines neuen Förderprogramms für benachteiligte Kommunen, das Dr. Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, erstmals auf dem Präventionskongress vorstellte. Damit will der GKV-Spitzenverband mit finanzieller Unterstützung Gesundheitsförderung für besondere Zielgruppen etablieren. Das Programm soll ab 2019 für fünf Jahre gefördert und wissenschaftlich begleitet werden.

Ute Bertram, Präsidentin der BVPG, betonte: „In der Kommune findet letztendlich die Umsetzung des Präventionsgesetzes statt. Dabei steht das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Deshalb begrüße ich das große Interesse der Fachöffentlichkeit an unserem Kongress und an der Vernetzung für eine gute Prävention und Gesundheitsförderung in den Lebenswelten vor Ort.“

Eine umfassende Dokumentation des 8. Präventionskongresses wird Anfang 2019 auf der BVPG-Homepage zur Verfügung stehen.

Newsletter der Bundesvereinigung Praevention und Gesundheitsfoerderung e.V. vom 30. November 2018

 

Mit dem BZgA-Adventskalender fit durch die Vorweihnachtszeit

Bis Heiligabend wartet täglich ein neuer Bewegungs-Tipp: Der Online-Adventskalender des Programms „Älter werden in Balance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bringt Schwung in die Adventszeit. Vom 1. bis 24. Dezember 2018 öffnet sich jeden Tag ein Türchen mit kurzen Übungsvideos. Für die Trainingstipps sind keine Vorkenntnisse nötig, jede Einheit kann ohne Aufwand zu Hause oder draußen umgesetzt werden. Die Übungen stammen aus dem AlltagsTrainingsProgramm (ATP) des BZgA-Präventionsprogramms „Älter werden in Balance“, das durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) unterstützt wird. Ziel ist es, durch körperliche Aktivität und Bewegung die Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen zu fördern.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erklärt: „Regelmäßiges Training kräftigt auch im Alter die Muskulatur, schult die Balance und verbessert Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Schon jetzt profitieren viele ältere Menschen vom AlltagsTrainingsProgramm der BZgA, das seit 2017 von Sportvereinen im ganzen Bundesgebiet angeboten wird. Mit dem bewegten Adventskalender der BZgA können Interessierte auch die Vorweihnachtszeit verstärkt nutzen, um ihr eigenes Wohlbefinden zu steigern und sich damit selbst zu beschenken.“

Mit den Übungen werden Einkäufe, Spaziergänge und Alltagshandgriffe zum vorweihnachtlichen Bewegungsparcours, der für Energie und Entspannung gleichermaßen sorgt. Wie die Adventszeit mit dem AlltagsTrainingsProgramm aktiver gestaltet werden kann, zeigt unter anderem eine ATP-Gruppe aus Bocholt, die in den Übungsvideos des Adventskalenders Einblicke in ihr Training gewährt.

Das AlltagsTrainingsProgramm der BZgA wurde auf Grundlage aktueller sportwissenschaftlicher Erkenntnisse gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS), dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Deutschen Turner-Bund (DTB) und dem Landessportbund (LSB) NRW entwickelt.

Link zum BZgA-Adventskalender:

www.aelter-werden-in-balance.de/adventskalender

Weitere Informationen zum Alltagstrainingsprogramm finden sich hier:

www.aelter-werden-in-balance.de/atp

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 27.11.2018

Schulische Alkohol- und Tabakprävention bundesweit stärken

BZgA und PKV stellen den Bundesländern weitere 80 „KlarSicht“-Koffer für die Suchtprävention an Schulen zur Verfügung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zur Förderung der schulischen Suchtprävention weitere 80 Koffer mit Kompakt-Versionen des „KlarSicht“-MitmachParcours an die Landeskoordinationsstellen der Bundesländer verteilt. Um den gemeldeten Bedarf der Schulen an „KlarSicht“-Koffern für die Alkohol- und Tabakprävention zu decken, stellt die BZgA mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) im Rahmen der Förderung der Präventionskampagne für Jugendliche „Alkohol? Kenn dein Limit.“ jetzt weitere Präventions-Koffer zur Verfügung. Im Jahr 2016 hatten BZgA und PKV bereits 100 „KlarSicht“-Koffer an die Bundesländer versendet.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), erklärt: „Der ‚KlarSicht‘-Koffer wird von Schulen gerne genutzt, um Schülerinnen und Schüler einfach und interaktiv über die Risiken von Nikotin und Alkohol zu informieren. Ich freue mich sehr, dass wir den Bundesländern durch die Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung weitere Koffer kostenfrei zur Verfügung stellen können.“

Der „KlarSicht“-Koffer wurde gemeinsam mit den Bundesländern für die Präventionsarbeit an Schulen entwickelt. Er beinhaltet verschiedene Mitmach-Stationen, bei denen sich Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren zum Beispiel in Rollenspielen, einem Quiz und in Diskussionen zu den Themen Alkohol und Rauchen einbringen. Mit einer Rauschbrille, die Wahrnehmungsstörungen nach Alkoholkonsum simuliert, können sie versuchen, einen Hindernis-Parcours zu meistern. Fakten zu den gesundheitlichen Risiken und Wirkungen von Alkohol und Nikotin runden das Angebot des „KlarSicht“-Koffers ab. In einem beigefügten Praxisleitfaden wird das Konzept erläutert, so dass vorab speziell geschulte Präventionsfach- und Lehrkräfte sowie schulische Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter danach mit dem Koffer eigenständig arbeiten können.

Dr. Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV), ergänzt: „Wir sehen die Schule als eine der wichtigsten Lebenswelten für die Entwicklung von Gesundheitskompetenz. Deshalb unterstützt die Private Krankenversicherung das schulische Präventions-Engagement mit dem ‚KlarSicht‘-Koffer. In den Bundesländern können mit den zusätzlichen 80 Koffern noch mehr Schülerinnen und Schüler erreicht werden, um sich auf spielerische Art und Weise kritisch mit den Themen Alkohol und Rauchen auseinanderzusetzen.“

Der „KlarSicht“-MitmachParcours zu Tabak und Alkohol ist ein Gemeinschaftsprojekt der BZgA-Jugendkampagnen „rauchfrei“, „Alkohol? Kenn dein Limit.“ und „Null Alkohol – Voll Power“.

Mehr Informationen zum Thema:

www.klarsicht.bzga.de

 

Weitere BZgA-Materialien zur Suchtprävention in Schulen wie die didaktische DVD „Alkohol“ für die Klassen sieben bis zehn können kostenlos bestellt werden unter:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
50819 Köln

Online-Bestellsystem: http://www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: order(at)bzga.de

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) vom 21.11.2018

Kinderschutzbund feiert Jubiläum – 65 Jahre Einsatz für Kinder und ihre Rechte

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) feiert 65. Geburtstag. Die älteste und größte deutsche Kinderschutzorganisation wurde am 16.11.1953 in Hamburg gegründet und setzt sich unter anderem für Kinderrechte und gegen Kinderarmut und Gewalt an Kindern ein. Gefeiert wird das Jubiläum mit einer prominent besetzten Fachtagung im Januar in Hamburg, zu der der gesamte Verband eingeladen ist.
Angetreten waren die ersten Kinderschützer 1953 mit dem Ziel, Kinder vor den Gefahren „elterlicher Gewalt, körperlicher und seelischer Misshandlung sowie Vernachlässigung in Pflege, Aufsicht und Erziehung“ zu bewahren. Dafür macht sich der Kinderschutzbund auch heute noch stark. Von den Wirren der Nachkriegszeit über die Umbrüche der 68er-Bewegung und die Wiedervereinigung bis heute – im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich Schwerpunkte und Programmatik der Verbandsarbeit entscheidend weiter, zahlreiche neue Themen und Tätigkeitsfelder kamen hinzu. Dabei ist eines stets gleich geblieben: Wichtigstes Anliegen des Kinderschutzbundes ist das Wohl des Kindes, das es zu fördern und zu schützen gilt.
„Der Kinderschutzbund redet mit, mischt sich ein und bezieht klar Position, wenn es um wichtige gesellschaftspolitische Fragen geht“ sagt Heinz Hilgers, der Präsident des DKSB. „Wir können etwas bewegen in diesem Land, das haben wir in all den Jahren erlebt. So ist zum Beispiel Gewalt in der Erziehung seit dem Jahr 2000 laut Gesetz verboten, darauf haben wir im Zusammenschluss mit anderen lange hingearbeitet. Wir wollen dazu beitragen, dass alle Kinder in diesem Land gut, gesund und mit den gleichen Chancen auf Teilhabe aufwachsen können. Und da gibt es noch viel zu tun.“
Mehr als 400 Ortsverbände sind im Verband für die praktische Kinderschutzarbeit zuständig. Zu den erfolgreichsten Projekten zählen die Elternkurse „Starke Eltern, Starke Kinder“, die Sorgentelefone für Kinder und für Eltern oder die Kinderhäuser BLAUER ELEFANT. „Unsere entscheidende Legitimation beziehen wir durch das, was wir in den Kommunen und Kreisen leisten. Dort findet der tagtägliche Einsatz für Kinder statt“, sagt Sabine Andresen, Vize-Präsidentin des DKSB. „Unsere Fachkräfte und Ehrenamtlichen in den Ortsverbänden wissen genau, wo die Probleme liegen, und arbeiten jeden Tag daran, das Leben von Kindern ein Stück besser zu machen.“
Im Lauf der Zeit traten im Verband mehr und mehr auch die Rechte von Kindern in den Vordergrund, bis sich der Kinderschutzbund schließlich als Sprachrohr für Kinderinteressen positionierte. Der DKSB möchte eine kinderfreundliche Gesellschaft, in der die geistige, seelische, soziale und körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert wird. Dabei sollen diese an allen Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen, die sie betreffen, beteiligt werden. Fast 30 Jahre nach der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention setzt sich der DKSB deshalb für eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ein. Bis Ende 2019 soll eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe im Auftrag der Bundesregierung einen Formulierungsvorschlag für eine solche Festschreibung ins Grundgesetz vorlegen. Nach Ansicht des Verbandes eine historische Chance, ein Jahrzehnte altes Ziel zu verwirklichen. „2019 ist ein wichtiges Jahr für die Frage der Kinderrechte“, erklärt Sabine Andresen. „Sie stehen inzwischen in 15 von 16 Landesverfassungen. In Hessen haben kürzlich fast 90 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Festschreibung in der Landesverfassung gestimmt!“
Doch auch für die Vergangenheit musste der Kinderschutzbund Verantwortung übernehmen und sich mit seinen Wurzeln im Nationalsozialismus und der Nähe zu pädosexuellen Lobbygruppen in der Ära des Präsidenten Walter Bärsch auseinandersetzen. „Aufarbeitung der Vergangenheit ist für einen modernen und kritischen Kinderschutz unverzichtbar“, schlussfolgert Andresen.
Eines der zentralen Anliegen des Verbandes ist die wachsende Kinderarmut, denn die Zahl der Kinder, die in Armut leben, steigt seit 15 Jahren kontinuierlich an. Damit will der Kinderschutzbund sich nicht abfinden und wirbt für die Einführung einer Kindergrundsicherung für alle Kinder. „Armut vererbt sich, oft über Generationen, und dieser Kreislauf ist nur schwer zu durchbrechen. Kinder aus wohlhabenderen Familien haben oft die besseren Startbedingungen, da müssen die anderen erst mal aufholen. Leider werden viele abgehängt und bleiben unter ihren Möglichkeiten. Wir fordern deshalb gleiche Chancen für alle Kinder“, so Heinz Hilgers.
Gefeiert werden der 65. Geburtstag des Kinderschutzbundes und die 25-jährige Präsidentschaft von Heinz Hilgers mit einer großen Fachtagung am 18. Januar 2019 in Hamburg. Gemeinsam mit Spitzenpolitiker*innen und prominenten Vertreter*innen der Zivilgesellschaft will der DKSB dort über Kinderrechte und Kinderarmut diskutieren.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderschutzbundes vom 15.11.2018