#ThemadesMonats: Entspannt durch den Sommer – Teil 1

Sommer, Sonne, Eis und Badespaß – Das passt zusammen und die meisten von uns werden sich sicher an die vielen Ferientage erinnern, die wir am See oder Strand verbracht haben. War das nicht eine herrliche Zeit?

Aber spätestens mit dem ersten Ferienjob hieß es dann immer häufiger: „Ich muss arbeiten…“ Und das bleibt auch noch eine ganze Weile so, bis man sich dann mit dem wohlverdienten Ruhestand die früheren Freiheiten wieder „erarbeitet“ hat. Die Zeit dazwischen muss man durchhalten, auch im Sommer. Den können wir uns aber trotz Arbeit richtig schön machen, sogar im Büro! Heute gibt es dafür ein paar Gedanken, die vielleicht die Zeit bis zum nächsten Urlaub etwas verkürzen können.

Reichlich trinken

Viel trinken ist wichtig, jaja, ein alter Hut. Aber gerade im Sommer ist der Flüssigkeitsbedarf nicht zu unterschätzen. Wenn sich der Durst meldet, hat der Körper bereits einen Mangel festgestellt! Doch Vorsicht, viele Menschen, insbesondere Ältere, haben kein ausgeprägtes Durstempfinden. Besser also vorher nachfüllen, bevor der Körper z. B. mit Kopfschmerzen, juckender Haut und Konzentrationsschwäche auf sich aufmerksam macht. Ob Ihrem Körper Wasser fehlt, können Sie auch einfach testen, indem Sie die Haut über einem Fingergelenk hochziehen und wieder loslassen. Bildet sich die Falte nur langsam zurück, sollten Sie lieber noch etwas mehr trinken. Die Hautspannung lässt nämlich nach, wenn es an Flüssigkeit fehlt. Verlassen Sie sich aber nicht zu sehr darauf, denn auch Alterungsprozesse verringern die Spannung der Haut. Im Zweifel lieber ein Glas mehr trinken, als den Sommerabend mit einer Kopfschmerztablette auf dem Sofa verbringen zu müssen!

Etwa zwei-drei Liter sind die empfohlene Trinkmenge für einen durchschnittlich aktiven Erwachsenen, bei körperlicher Anstrengung oder hohen Temperaturen können es aber durchaus mehr sein. Wird die Menge gut über den Tag verteilt, ist die Gefahr eines Zuviels relativ gering. Empfehlenswert sind neben reinem Wasser auch ungesüßte Tees, Fruchtschorlen ohne zusätzlichen Zucker oder aromatisiertes Wasser, z. B. mit Gurkenscheiben oder unbehandelten Zitrusfrüchten. Idealerweise sind die Getränke nicht zu kalt, sondern haben Zimmertemperatur. Übrigens, auch der eine oder andere Kaffee wird zur täglichen Flüssigkeitszufuhr hinzugezählt; dass das dunkle Getränk entwässert, ist ein Mythos. Alkohol sollte dagegen tatsächlich nur äußerst sparsam aufgenommen werden, hier verbraucht der Körper durch den Abbauprozess mehr Flüssigkeit, als das kühle Bierchen mitbringt. Gerade im Sommer geht es vielleicht ja auch mal ohne? Die BZgA-Kampagne „Kenn dein Limit“ hilft mit phantasievollen Rezepten für alkoholfreie Cocktails, die auch nach Feierabend für eine gesunde Flüssigkeitszufuhr sorgen: https://www.kenn-dein-limit.info/rezepte-fuer-alkoholfreies.html

Einen kühlen Kopf bewahren

Draußen klettert das Thermometer inzwischen schon vormittags über die 20°-Marke und auch in den Büros steigen die Temperaturen. Wem keine Klimaanlage zur Verfügung steht, der versucht, sich mit Ventilatoren, lockerer Kleidung und reichlich Getränken über den Tag zu helfen. Für eine schnelle Abkühlung sorgen aber auch ein feuchter Waschlappen im Nacken oder das Befeuchten der Haut. Durch die Verdunstung wird der dem Wasser Energie entzogen, das kühlt die Haut und sorgt für Erfrischung. Also einfach mal die Arme unter den Wasserhahn halten oder eine kleine Sprühflasche mit Wasser auf den Schreibtisch stellen, bei Bedarf einmal sprühen und die Frische genießen. Da, wo es erlaubt ist, können auch kalte Fußbäder für Abkühlung sorgen – nur bitte Vorsicht mit elektrischen Geräten!

Wer draußen arbeitet, sollte auf jeden Fall an einen Sonnenschutz denken. Ein Basecap oder auch ein Sonnenhut halten die größte Hitze fern und schützen die Kopfhaut vor Sonnenbrand. Besonders der Nacken, aber natürlich auch der Rest der unbedeckten Haut sollte großzügig und rechtzeitig mit Sonnencreme versorgt werden. Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft und setzt den Körper unnötigem Stress aus, die Sonnenstrahlung kann auch Auslöser für Erkrankungen und Hautkrebs sein.

Für den kühlen Kopf können Kopfbedeckungen auch befeuchtet werden, die Verdunstungskälte funktioniert auch hier!

Unsere Reihe „Entspannt durch den Sommer“ geht weiter, im Juli beschäftigen wir uns mit entspannter Pausengestaltung und Tipps für ein sommerlich-leichte Mittagsgerichte. Genießen Sie den Sommer und bleiben Sie entspannt gesund.

Marktplatz Gesundheit 2/2020 erschienen

Die zweite Jahresausgabe unseres kommunalen Newsletters Marktplatz Gesundheit ist erschienen.

Viele Entwicklungen der vergangenen Wochen standen dabei ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Es gibt aber auch über weitere Neuigkeiten, wie z. B. vom GKV-Bündnis für Gesundheit, zu berichten. Des Weiteren finden Sie darin wie gewohnt Berichte, Veranstaltungshinweise und Tipps zu neuen Arbeitsmaterialien.

Wie immer freuen wir uns, wenn Sie uns Ihre Meinung, Lob, Kritik oder Hinweise schicken (Email). Vielen Dank und eine interessante Lektüre.

Ihr Team vom „Marktplatz Gesundheit“

LVG-Information 1/2020

Heute erscheint die erste Ausgabe unserer LVG-Information in diesem Jahr. Wir informieren u. a. über die Vorbereitungen zur Feier unseres 30jährigen Jubiläums am 9. Juni 2020 und stellen Aktivitäten in den einzelnen Projekten zu den Schwerpunkten “Kommunale Gesundheitsförderung und Chancengleichheit” sowie “Kinder und Jugendliche” vor.

1.-Ausgabe-2020

Wie immer freuen wir uns, wenn Sie uns Ihre Meinung, Lob, Kritik oder Hinweise schicken. Vielen Dank und eine interessante Lektüre.

#ThemadesMonats: Der Öffentliche Gesundheitsdienst

Eigentlich sollte dieser Artikel schon in der letzten Woche erscheinen, pünktlich zum Tag des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Aber auch bei uns hat sich die rasante Entwicklung der Lage bemerkbar gemacht und die eine oder andere geplante Aktivität musste dringenderen Dingen weichen. Nun sind aber alle Kollegen sicher im Home Office und mit der langsamen Gewöhnung an die neuen Arbeits- und Kommunikationsweisen kehrt auch die Ruhe für die liegen gebliebenen Aufgaben ein.

Nun also heute das Thema des Monats zum Öffentlichen Gesundheitsdienst, kurz ÖGD. Inzwischen haben die meisten wohl mitbekommen, dass die Gesundheitsämter, als die lokalen Anlaufstellen des ÖGD, unter anderem dafür zuständig sind, die Bevölkerung in gesundheitlichen Krisen zu schützen.

Was ist aber, wenn gerade mal nicht Corona ist?

Selbstverständlich lehnen die Kollegen sich dann nicht entspannt zurück! Im Leitbild des ÖGD „Public Health vor Ort“ können wir lesen: „Der Öffentliche Gesundheitsdienst fördert und schützt die Gesundheit der Bevölkerung.“ Und zwar jeden Tag. Was das konkret heißt, dafür gibt es in jedem Bundesland andere Vorstellungen, ganz nach den jeweiligen Bedarfen und Bedingungen, die sich natürlich in einem Stadtstaat anders gestalten als in einem Flächenland. Die Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes lassen sich jedoch in drei Kernbereichen zusammenfassen.

Alles Weitere ist dann im jeweiligen Landesgesetz geregelt. Für Mecklenburg-Vorpommern heißt das dann zum Beispiel auch Kontrolle der Badegewässer, Beratung zur Essbarkeit von gesammelten Pilzen, die Durchführung der Schuleingangsuntersuchungen, Aids-Beratungen und die Förderung der Inanspruchnahme der U-Untersuchungen. Die Aufzählung ist natürlich nicht vollständig…

Ein ganzer Batzen von Aufgaben also, die da von den Gesundheitsämtern auf Landes- und Kreisebene sowie in den kreisfreien Städten unseres Landes erwartet werden. Klar, in vielen Bereichen kann man sicherlich auch das eine oder andere mit Kooperationspartnern (z. B. der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V.) gemeinsam machen, aber bei zahlreichen Aufgaben stehen die Kollegen ziemlich allein auf weiter Flur.

Und leider braucht es eine Krise wie die aktuelle, um einer breiten Masse vor Augen zu führen, dass der ÖGD seit Jahren am Limit und oft genug darüber hinaus arbeitet und für uns alle aktiv ist. Und zwar jeden Tag, nicht nur, wenn Corona ist. Dafür ein großes und längst überfälliges

DANKE!

PS: Vielleicht öffnet die Krise an der einen oder anderen Stelle Augen, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst nur Partner und eine Stütze im Gesundheitssystem sein kann, wenn die nötige Ausstattung und politische Rückendeckung da ist. Wir haben Hoffnung und wollen gerne unseren Teil beitragen.

#30Jahre_LVG: Unser erstes Projekt

Schon bei der Gründung der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. hatten unsere Initiatoren einen sorgenvollen Blick auf die Gesundheit von Kindern in unserem Bundesland geworfen und das gesunde Aufwachsen zum erklärten Ziel der Landesvereinigung erhoben. Die zunehmend schlechten Gesundheitsdaten ließen den Gedanken an ein umfassendes Gesundheitsförderungsprogramm, kurz GFP, reifen. Neben Übergewicht bereiteten auch vermehrt psychosomatische Störungen der Kinder, v. a. hervorgerufen durch Arbeitslosigkeit der Eltern, dem Vorstand Sorgen.

Die noch junge LVG hielt sich nicht mit kleinen Brötchen auf und entwickelte mit ihren Partnern ein umfassendes Angebot, das sich nicht nur an Kindergartenkinder und Grundschüler richtete, sondern auch Erzieher, Lehrer, Eltern und Köche der Einrichtungen mit einbezog. In der monatelangen Vorbereitungsphase, an der neben Vorstand und Geschäftsstelle auch Krankenkassen, Schul- und Gesundheitsämter sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung beteiligt waren, wurden Ideen gewälzt und verworfen, Themen aufgebracht und diskutiert, zurückgewiesen oder angenommen. Tatkräftige Unterstützung leisteten hier die Kollegen aus Hamburg, die uns an ihren Erfahrungen teilhaben ließen. Am Ende war ein Projekt geboren, das von Bewegung und Ernährung über Körperhygiene, angepasste Kleidung und Zähneputzen bis hin zu Suchtprävention und Stärkung des Selbstbewusstseins das Grundgerüst eines gesunden Aufwachsens für alle werden konnte.

Zum Auftakt am Weltgesundheitstag 1994 kam nicht nur der damalige Sozial- und Gesundheitsminister, sondern auch Vertreter der Krankenkassen und die Presse. Für die Kinder und Erzieher der Kita Kirch Jesar eine große Aufregung – und für die Landesvereinigung natürlich auch! Unser erstes großes Projekt war gestartet!

Hoppel und Brummel, die Hauptfiguren des Programms, begleiteten die Projektmitarbeiterinnen der LVG (allesamt ausgebildeten Erzieherinnen) in die Einrichtungen: Zunächst nur die Kindertagesstätten im damaligen Landkreis Hagenow, dann auch in anderen Kreisen und schließlich sogar in Grundschulen. Insgesamt konnten während der knapp dreieinhalbjährigen Projektlaufzeit 1.752 Einrichtungen mit mehr als 28.850 Kindern erreicht werden. Wieviel mehr hätten wir erreichen können, wenn das Projekt wie geplant über zehn Jahre fortgeführt worden wäre?! Die Nachfrage, so steht es zumindest in der sehr ausführlichen Dokumentation, war jedenfalls stets größer als die Möglichkeiten der noch kleinen Landesvereinigung. Auch wenn zuletzt sechs Mitarbeiterinnen im Projekt tätig waren, konnte das Projekt nur in drei der damals 14 Landkreisen umgesetzt werden.

Trotz der Enttäuschung über das nicht flächendeckend durchgeführte Projekt, bewies die Landesvereinigung Weitsicht und fertigte eine umfangreiche Dokumentation samt Evaluation an, die uns heute staunen lässt: Beschreibungen des Programms finden sich ebenso wieder wie Presseartikel und die fachlichen Rückmeldungen der beteiligten Projektmitarbeiter. Auch wenn sich leider nicht alle Materialien erhalten haben, fragen wir uns schon, ob man ein solches Programm nicht wiederaufleben lassen könnte. Der Bedarf für diese Themen ist leider auch nach 30 Jahren Gesundheitsförderung unverändert hoch und Hoppel und Brummel würden sicher auch heute noch bei den Kleinsten Begeisterung auslösen…

Marktplatz Gesundheit 1/2020 erschienen

Heute erscheint die in diesem Jahr erste Ausgabe unseres kommunalen Newsletters. Ein Schwerpunkt diesmal sind die Entwicklungen rund um das Thema Ehrenamt in Mecklenburg-Vorpommern. Ob Ehrenamtkarte, EhrenamtMessen oder MitMachZentralen. Es gibt viel Neues zu berichten. Des Weiteren finden Sie darin Berichte, Veranstaltungshinweise und Tipps zu neuen Arbeitsmaterialien.

Zum Newsletter: Marktplatz Gesundheit erscheint alle 2 Monate. Er richtet sich insbesondere an Kommunen, freie Träger, ehrenamtlich Tätige, aber auch weitere Interessierte. Dabei informiert er zu allen Themen rund um die kommunale Gesundheitsförderung in Städten und Gemeinden. Der Schwerpunkt liegt dabei bei Mecklenburg-Vorpommern.

Wie immer freuen wir uns, wenn Sie uns Ihre Meinung, Lob, Kritik oder Hinweise schicken (Email). Vielen Dank und eine interessante Lektüre.

Ihr Team vom „Marktplatz Gesundheit“

#Thema des Monats: vulnerable Zielgruppen

Gesundheit ist individuell. Jeder Mensch hat eine eigene Vorstellung und ihm eigene Ressourcen, die seine Gesundheit beeinflussen. Manch einer ist mit einem guten Immunsystem ausgestattet oder kann in psychisch belastenden Situationen auf die Unterstützung seiner Familie oder Freunde vertrauen. Wieder andere haben die Möglichkeiten, selbst für ihre Gesundheit zu sorgen, etwa durch Zusatzleistungen beim Arzt oder den regelmäßigen Besuch im Fitnessstudio. Sogar ein Urlaub kann die Gesundheit fördern, wenn der belastende Alltag zuhause bleibt.
Diese Einzigartigkeit bedeutet jedoch auch, dass es Menschen gibt, die statt förderlichen Ressourcen in ihrem Leben vor allem Risiken für die Gesundheit erfahren oder keinen Zugang zu Präventionskursen und Co. haben.

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#30Jahre_LVG: Die ersten Jahre

Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. wurde am 8. Juni 1990 gegründet, mit dem Ziel, die Lücke der nach dem Mauerfall wegbrechenden Strukturen zu schließen. Bisher hatten „Bezirkskabinette für Gesundheitserziehung“ nicht nur Erziehern und Lehrern pädagogische Richtlinien zu Gesundheitsthemen gegeben, sondern auch Ausstellungen und Informationen für die Allgemeinheit erarbeitet.

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