LVG-Information 1/2019 erschienen

In unserer ersten -Ausgabe- der LVG-Information in diesem Jahr informieren wir u. a. über
– unsere Fachveranstaltungen in den nächsten Wochen, wie
* den 20. Kindergartentag Mecklenburg-Vorpommern,
* die Partnerkonferenz „Netzwerke – Partner*innen finden ist nicht schwer, sie zu halten aber sehr!“
* die Fachtagagung „Alles digital – Kann das denn noch gesund(heitsförderlich) sein?
* den Lütten-Hüter-Tag
– unser Modellprojekt „Partizipative Gesundheitsförderung bei Alleinerziehenden“ und die Veranstaltungsreihe „gesundheitshAlber“
– den aktuellen Stand im Projekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“.

Seelisch gesund aufwachsen – neue Merkblätter und Filme für Eltern ergänzen die Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 für Kinder

Eltern, die mit ihrem Kind zu den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 gehen, erhalten dort künftig auch Merkblätter zur seelischen Gesundheit bzw. psychischen Entwicklung ihrer Kinder. Die zehn Merkblätter „Seelisch gesund aufwachsen“ orientieren sich an den bekannten Merkblättern „Kinderunfälle“ und wurden von den gesetzlichen Krankenkassen, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Deutschen Liga für das Kind, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) entwickelt. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit zehn anschaulichen Filmen – in mehrere Sprachen übersetzt – zur psychischen Gesundheit von Kindern zu informieren. 
Laut einer aktuellen Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS-Studie) zeigen etwa 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland zwischen drei und 17 Jahren psychische und psychosomatische Auffälligkeiten. Die Merkblätter setzen hier präventiv an. Ziel ist es, die Elternkompetenz zu stärken, indem die seelischen Bedürfnisse der Kinder altersgerecht erklärt werden – von Geburt an bis zum sechsten Lebensjahr. Warum braucht das Kind meine Nähe? Was soll ich tun, wenn es fremdelt? Wie soll ich mit Ängsten meines Kindes umgehen? Wie lernt mein Kind Empathie und Konfliktfähigkeit? 
„Gesund aufwachsen bedeutet mehr als nur körperliches Wohlbefinden. In der Kindheit wird der Grundstein gelegt für unsere seelische Gesundheit und unsere Widerstandsfähigkeit im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen. Die gesetzlichen Krankenkassen wollen die Eltern dabei unterstützen, die seelische Gesundheit ihrer Kinder zu stärken“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, das Engagement der gesetzlichen Krankenkassen. 
„Den Kinder- und Jugendärzten kommt beim frühzeitigen Erkennen, Behandeln, und im Idealfall, Vermeiden seelischer Störungen eine Schlüsselrolle zu“, sagt Dr. Sibylle Steiner, Dezernentin der KBV. „In den U-Untersuchungen werden auch Fragen der Primärprävention, also das Vorbeugen von Störungen und Krankheiten, mit den Eltern beraten. Die Merkblätter zur seelischen Gesundheit unterstützen und ergänzen dabei das Arzt-Patienten-Gespräch. Die Kinderärzte können die Merkblätter kostenfrei bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung beziehen.“ 
„Emotionale Vernachlässigung in früher Kindheit gilt als bedeutendster Risikofaktor für die Entwicklung psychischer Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter. Ein niedriger sozioökonomischer Status der Familie, mangelnde Bildung, schlechte Wohnverhältnisse oder auch eine Suchterkrankung eines Elternteils können die emotionalen, sozialen und kulturellen Ressourcen einer Familie schwächen“, stellt Dr. Hermann-Josef Kahl, Bundespressesprecher vom BVKJ fest. „Für Eltern sind die Kinder- und Jugendärzte in der Regel die ersten Ansprechpartner. Sie haben einen besonderen Blick für die Probleme der Eltern und Kinder.“ 
Prof. Dr. Sabine Walper, Präsidentin von der Deutschen Liga für das Kind, betont: „Mütter und Väter sind meist ‚Novizen‘ im Umgang mit Kindern, wenn sie Eltern werden. Sie sind in ihrer neuen Rolle unsicher und suchen Orientierung. Elternkompetenz muss erst noch erlernt werden. Die vorliegenden Merkblätter geben den Kindern mit ihren Bedürfnissen und entwicklungsbezogenen Bedarfen symbolisch eine Stimme und erleichtern es den Eltern, passend auf ihre Kinder einzugehen.“ 
„Damit möglichst viele Familien – auch mit geringen Deutschkenntnissen – von den Filmen profitieren, hat die BZgA die fünf fremdsprachlichen Versionen der Filme finanziell unterstützt. In Deutschland gibt es vielfältige Angebote der Frühen Hilfen, um Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, allerdings sind sie ihnen häufig nicht bekannt. Über die neue Suchfunktion der Website des NZFH www.elternsein.info finden Eltern Anlaufstellen für Frühe Hilfen in ihrer Nähe. Dies ist eine wichtige Ergänzung der Merkblätter und Filme, wenn Eltern darüber hinaus Unterstützung brauchen“, so Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. 
Die Merkblätter sind auf jeder Homepage der unten genannten Organisationen abrufbar. Die Filme wurden von der Ehlerding Stiftung, der JK-Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation sowie von der Kroschke Kinderstiftung gefördert. Alle Filme sind auf www.seelisch-gesund-aufwachsen.de zu finden. 

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung vom 26.3.2019

Frühe Hilfen in der Nähe – Postleitzahlensuche auf Elternsein.info

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat eine bundesweite Postleitzahlensuche nach Frühen Hilfen auf seiner Internetseite www.elternsein.info eingerichtet. Das neue Angebot richtet sich an (werdende) Eltern sowie weitere Personen, die mit kleinen Kindern zu tun haben. Sie finden mit der Suche Links zu Anlaufstellen und Portalen von Frühen Hilfen in ihrer Nähe. Die Datenbank wurde mit der Unterstützung der Landeskoordinierungsstellen und der kommunalen Netzwerke Frühe Hilfen erstellt und wird stetig ausgebaut.

Quelle: Newsletter Frühe Hilfen 10/2019

„Prävention und Gesundheitsförderung vor Ort – Gestaltungsspielräume erkennen und nutzen“

Die Dokumentation zum 8. gemeinsamen Präventionskongress „Prävention und Gesundheitsförderung vor Ort – Gestaltungsspielräume erkennen und nutzen“ finden Sie hier.

Die Kongressdokumentation informiert über:

  • Unterstützungsangebote von Bund, Ländern und Krankenkassen zur kommunalen Prävention und Gesundheitsförderung
  • Ergebnisse des Forschungsprojekts „Krankenkassen als Partner der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention“ der Ruhr-Universität Bochum
  • Netzwerkbildung vor Ort
  • Integrierte kommunale Strategien
  • Instrumente kommunaler Gesundheitsplanung
  • Evaluation kommunaler Aktivitäten
  • Best Practices



AUSSCHREIBUNG ALTENPFLEGEPREIS MECKLENBURG-VORPOMMERN 2019

Das Sozialministerium MV hat den Altenpflegepreis 2019 ausgeschrieben. Die Verleihung an drei Preisträger wird am 5. November 2019 in Schwerin in einem festlichem Rahmen erfolgen. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2019 einzureichen.

„Mit der Verleihung des Altenpflegepreises wollen wir die vielen Facetten der Pflege würdigen und ihre gesellschaftliche Bedeutung hervorheben“, heißt es in der Ausschreibung des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung. „Fachlich herausragende und Beispiel gebende Projekte sowie Anbieter ambulanter und stationärer Pflegeleistungen sollen ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.“ Diese Würdigung soll in diesem Jahr im festlichen Rahmen mit bis zu 100 geladenen Gästen als mehrstündige, moderierte Veranstaltung stattfinden.

Neben dieser Würdigung ist der Altenpflegepreis mit einem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro dotiert, das unter den drei Preisträgern aufgeteilt wird. Im vergangenen Jahr wurden Projekte mit den Themen Erhöhung der Attraktivität der Ausbildung (ehrenamtliche Kooperation zwischen Einrichtung und Schülern) sowie Optimierung der Lebensqualität und des Wohlbefindens der Heimbewohner (regelmäßige Ausrichtung eines festlichen Essens; organisierte Reise mit Kreuzfahrtschiff für Bewohner) prämiert.

Für den Altenpflegepreis 2019 können Projekte und Angebote vorgeschlagen werden, die der besseren Wahrnehmung der Altenpflege in der Gesellschaft dienen, wobei in der Ausschreibung beispielhaft folgende Themenfelder benannt werden:

  • neue Versorgungs- oder Organisationsstrukturen,
  • neue Kooperationsformen,
  • Netzwerke in der Pflege,
  • Förderung der Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner,
  • Beratung und Schulung der Angehörigen,
  • Umsetzung der Charta hilfe- und pflegebedürftiger Menschen,
  • Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
  • Einbeziehung ehrenamtlicher Kräfte,
  • Verzahnung von Ausbildung und Praxis,
  • innovative Unterrichtsprojekte,
  • betriebliche Gesundheitsförderung,
  • Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden.

    Bewerbungen mit ausführlicher Projektbeschreibung sind bis zum 30. Juni 2019 beim Sozialministerium einzureichen. Die Ausschreibung einschließlich Bewerbungsformular erhalten Sie hier.

Quelle: Der PARITÄTISCHE Mecklenburg-Vorpommern – Informationsservice vom 21.03.2019

Gesetzliche Krankenkassen stellen 40 Millionen Euro für Kommunen zur Gesundheitsförderung bereit

Das „GKV-Bündnis für Gesundheit“ – eine Initiative aller gesetzlichen Krankenkassen – hat ein bundesweites Förderprogramm für sozial schwache Kommunen aufgelegt und heute auf einer Fachtagung vorgestellt. Mit insgesamt etwa 40 Millionen Euro unterstützt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in den nächsten fünf Jahren den bundesweiten Aufbau von kommunalen Strukturen, um Angebote zur Gesundheitsförderung für Bürgerinnen und Bürger zu etablieren. Das Programm richtet sich an jene Kommunen, die bisher noch keine oder nur wenige Steuerungselemente wie z. B. Gesundheitskonferenzen oder Runde Tische für Gesundheit haben. Über das Förderprogramm abgedeckt sind auch Personalressourcen, um Maßnahmen vor Ort zu koordinieren und einzelne Akteure zu vernetzen. Je Kommune stehen für die gesamte Förderphase bis zu 250.000 Euro zur Verfügung.

„Vor allem Kommunen in benachteiligten Gebieten fehlen oft die finanziellen Ressourcen, um verbindliche Strukturen für Prävention und Gesundheitsförderung aufzubauen. Solche Strukturen sind aber notwendig, damit Maßnahmen bedarfsgerecht geplant und umgesetzt werden können. Insbesondere dann können sie auch jene Bürgerinnen und Bürger erreichen, die bisher selten von Präventionsangeboten profitiert haben“, so Gernot Kiefer, Mitglied des Vorstands des GKV-Spitzenverbandes.

Programm deckt knapp die Hälfte der Kreise und kreis­freien Städte ab

Bundesweit kommen für das Förderprogramm 185 sozial schwache Kommunen in Frage, also in etwa die Hälfte aller Kreise und kreisfreien Städte. Bei der Entscheidung, welche Kommunen als sozial schwach einzustufen sind, hat sich das „GKV-Bündnis für Gesundheit“ auf einen wissenschaftlichen Index des Robert-Koch-Instituts (German Index of Socioeconomic Deprivation) gestützt. Für die Stadtstaaten bestehen Sonderregelungen; hier werden ausgewählte Bezirke gefördert. Das Förderprogramm sieht neben den GKV-Geldern einen Eigenanteil der Kommunen vor. Dieser steigt im Zeitverlauf an, während der GKV-Anteil abnimmt. Nach dem Ende des Förderprogramms sollen die auf- und ausgebauten Strukturen dann alleine von den Kommunen getragen werden. Neben der finanziellen Hilfe können sich die teilnehmenden Kreise und Städte auch zu Konzeptions- und Umsetzungsfragen beraten lassen.

Kommu­nale Spit­zen­ver­bände befür­worten das Förder­pro­gramm

Unterstützer hat das Förderprogramm beim Deutschen Städtetag, beim Deutschen Landkreistag und beim Deutschen Städte- und Gemeindebund gefunden. „Damit die Ziele des Präventionsgesetzes erreicht werden können, bedarf es eines Auf- und Ausbaus kommunaler Strukturen in diesem Bereich. Das jetzt gestartete Programm zur Förderung dieser kommunalen Präventionsstrukturen mit den Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung ist ein wichtiger erster Schritt“, begrüßt Stefan Hahn, Vertreter des Deutschen Städtetages, das Förderprogramm. Ähnlich fasst es Kirsten Fründt, Landrätin des Landkreises Marburg-Biedenkopf zusammen: „Um das Präventionsgesetz für das kommunale Setting sinnvoll umzusetzen, ist aus meiner Sicht eine integrierte Strategie, das heißt ein gemeinsamer roter Faden notwendig. So kommen wir unserem Ziel, gesundheitliche Chancengleichheit auch für vulnerable Gruppen zu gewährleisten, näher. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es seit drei Jahren eine Vollzeitstelle für die Präventionskoordination am Gesundheitsamt. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Daher begrüße ich das Programm zur Förderung von kommunalen Steuerstrukturen sehr und ermutige alle antragsberechtigten Kommunen, das Förderprogramm zu nutzen.“

Kommunen können sich bis zum Jahresende 2019 bewerben (Förderbekanntmachung: https://www.gkv-buendnis.de/foerderprogramm/foerderangebote/).

Quelle: GKV-Spitzenverband

Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit bei Kongress Armut und Gesundheit vertreten

Am 14. und 15. März 2019 findet erneut der Kongress Armut und Gesundheit – der größte Public Health-Kongress in Deutschland – statt. „POLITIK MACHT GESUNDHEIT“ ist das diesjährige Motto der Veranstaltung. Auch die Partner im Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit werden sich an dem Kongress in der übernächsten Woche in Berlin beteiligen. Auf einige Aktivitäten möchten wir Sie in diesem Newsletter hinweisen.

Über beide Kongresstage hinweg treffen Sie Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsstelle des Verbundes und der Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) am großen Informationstisch im Erdgeschoß an. Neben dem Lichthof im 1. Stock können Sie, wie in den vergangenen Jahren, in der „inforo Lounge“ eine Pause machen. Schauen Sie gern vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Das Highlight am Kongress-Vortag (13. März) ist die Satellitentagung „Land in Sicht II. Orte der Begegnung in ländlichen Räumen“. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie im nächsten Hinweis in diesem Newsletter.

Nicht zuletzt werden wir die Freude haben, während dieses Kongresses vier Organisationen als starke neue Partner im Kooperationsverbund begrüßen zu dürfen: die Koordinationsstelle Kinderarmut im LVR-Landesjugendamt Rheinland (www.kinderarmut.lvr.de), die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (www.ag-familie.de), die Volkssolidarität (www.volkssolidaritaet.de) und die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Bremen (www.gesundheit.bremen.de).

Ihre Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit

Satellitentagung „Land in Sicht II. Orte der Begegnung in ländlichen Räumen“ am Vortag des Kongresses, dem 13. März

Am Mittwoch, den 13. März 2019, findet die Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit ebenfalls in der Technischen Universität in Berlin statt. Mit dem Motto „Land in Sicht II. Orte der Begegnung in ländlichen Räumen“ knüpfen wir an die Satellitentagung im vergangenen Jahr an. Im Fokus stehen in diesem Jahr Orte, an denen Menschen sich begegnen und einbringen. Lernen Sie neue Projekte und Initiativen in ländlichen Räumen kennen und diskutieren Sie mit uns, wie diese in dem Ansatz der Präventionskette integriert werden können.

Hier gelangen Sie zur Anmeldung und zum Programm.

Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit

Unterstützungsstrukturen in den Bundesländern für die Arbeit vor Ort – Die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit

Veranstaltungsnummer 38 
Donnerstag, den 14. März 2019 14:15-15:45 Uhr

In allen 16 Bundesländern setzen sich die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) für die Qualitätsentwicklung in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung ein. Gefördert werden sie dabei durch Mittel der gesetzlichen Krankenversicherung, des jeweiligen Landes und der BZgA. Im offenen Format des Learning Café werden die vielfältigen Aufgabenbereiche, Ziele und Unterstützungsmöglichkeiten der KGC vorgestellt und mit interessierten Teilnehmenden diskutiert.

Good Practice

„Wer will schon gerne Zielgruppe sein?“ – Pro und Contra des Zielgruppen-Begriffs

Veranstaltungsnummer 62
Donnerstag, den 14. März 2019 16:15-17:45

Wer will schon gerne Zielgruppe sein? – besonders wenn die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe ausschließlich über Probleme bestimmt wird? Welche Rolle können Ressourcen bei der Definition spielen? Und sind Menschen in vergleichbar schwierigen Lebenslagen automatisch eine Gruppe? Diese und weitere Fragen sind Grund genug, den Begriff Zielgruppe in der Gesundheitsförderung kritisch zu hinterfragen und Alternativen zu diskutieren.
Beteiligen Sie sich in unserem Multilog an der Diskussion und Weiterentwicklung des Zielgruppen-Begriffs als Good Practice-Kriterium! Die Ergebnisse der Diskussionen fließen in die Neuauflage der Kriterien ein. Diese sind seit 2003 eine Grundlage für die Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung. Mehr Informationen, sowie die Broschüre der Good Practice-Kriterien finden Sie unter: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/good-practice.

Was wirkt? Blicke über den Tellerrand der Gesundheitsförderung auf die Erfahrungen anderer Handlungsfelder

Veranstaltungsnummer 105
Freitag, den 15. März 2019 11:00-12:15 Uhr

Welche Wirkungen möchten wir mit unserem Projekt erzielen? Diese Frage sollte bei der Planung Ihres Projekts zur Gesundheitsförderung immer mitgedacht werden. Wirkungsorientierung ist für die Gesundheitsförderung noch ein junger Ansatz. In anderen Handlungsfeldern gibt es bereits langjährige Erfahrungen mit wirkungsorientierter Arbeit, die auf der Veranstaltung vorgestellt werden. Anschließend bietet ein Fishbowl-Format die Gelegenheit für Diskussion und Reflexion, inwiefern die Erfahrungen auf die Praxis der Gesundheitsförderung übertragbar sind und wie Wirkungsorientierung fest etabliert werden kann.

Ein weiterer Hinweis: Eines der neuesten Beispiele guter Praxis (Good Practice), „Bewegungstreffs im Freien“ aus Esslingen am Neckar, wird in der Veranstaltung „Posterpräsentation Themenfeld Ältere Menschen“ (VA-Nr. 102) vorgestellt.

Health in All Policies

Im Gespräch: „Health in All Policies“

Veranstaltungsnummer 5
Donnerstag, den 14. März 2019 11:30-13:00 Uhr

In diesem Podiumsgespräch diskutieren Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Politikfelder den Health in All Policies-Ansatz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die angesprochenen Thesen in der Eröffnungsveranstaltung dieses Kongresses. Welchen Mehrwert bietet es den Akteuren in den „benachbarten“ Politikfeldern, das Thema Gesundheit in ihre Maßnahmen und Konzepte einzubeziehen? Und welche möglichen Vorbehalte und Hürden zur Umsetzung müssen mitgedacht werden?

Quelle: Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V., Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung

Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2019


Schon im 10. Jahr  schreibt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern den „Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft“ aus. Es werden klein- und mittelständische Unternehmen aus dem Bereich der Gesundheitswirtschaft aufgerufen, ihre innovativen Ideen einzureichen.

Reichen Sie Ihre zukunftsweisenden und innovativen Ideen noch bis zum 1. März 2019 ein.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bioconvalley.org/gesundheitsland-mecklenburg-vorpommern/ideenwettbewerb-gesundheitswirtschaft

Der vdek-Zukunftspreis 2019: „Gemeinsam sicher versorgen“

Wir möchten Sie auf die 10. Ausschreibung des vdek-Zukunftspreises hinweisen und entsprechende Projekte zur Bewerbung einladen. Gerne können Sie diese Ausschreibung an passende Initiativen und Aktionsgemeinschaften weiterleiten.

Wenn es um die eigene Gesundheit geht, erwarten wir ein hohes Maß an Sicherheit. Wir möchten uns in Arztpraxen, Kliniken und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens gut versorgt und sicher fühlen. In den vergangenen Jahren hat sich bei der Sicherheitskultur im Behandlungs- und Pflegealltag viel getan. Gute Beispiele hierfür sind OP-Checklisten und die Aktion Saubere Hände. Aber überall wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler, beispielsweise durch Stress und Überlastung. Wie aber lässt sich die Sicherheit der Patienten und auch des Personals weiter verbessern?

Im Rahmen des vdek-Zukunftspreises 2019 freuen wir uns auf Ihre Ideen! Eingereicht werden können Konzepte, die das Sicherheitsbewusstsein zum Beispiel durch Teamtrainings, Handlungshilfen oder den Einsatz von mobilen Geräten oder Apps fördern. Für die Ersatzkassen sind dabei insbesondere Projekte interessant, die Patienten als aktive Partner in den Behandlungsprozess einbinden sowie Ansätze, die einen offenen Umgang mit Risiken und Fehlern fördern. Für den vdek-Zukunftspreis bewerben können sich Einzelpersonen, Teams, Organisationen und Verbände des Gesundheitswesens, die sich mit dem Thema Patientensicherheit beschäftigen.

Über die Preisvergabe entscheidet eine prominent besetzte Jury, bestehend aus:

·         Uwe Klemens (Juryvorsitz), Vorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek),

·         Prof. Dr. Attila Altiner, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Rostock,

·         Dr. Ruth Hecker, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e. V.,

·         Dr. Regina Klakow-Franck, stellvertretende Leiterin des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG),

·         Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein,

·         Prof. Dr. Claudia Schmidtke, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten (angefragt),

·         Christian Zahn, Präsident der Association Internationale de la Mutualité (AIM).

Für die besten Ideen und Konzepte ist ein Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro ausgelobt.

Der vdek-Zukunftspreis wird seit dem Jahr 2010 jährlich ausgeschrieben. Weitere Details zur diesjährigen Ausschreibung finden Sie unter https://www.vdek.com/presse/pressemitteilungen/2019/zukunftspreis-2019.html.

Mit freundlichen Grüßen

Neue Beispiele guter Praxis zeigen, wie Gesundheitsförderung für ältere Menschen in der Kommune gelingen kann


Die Esslinger „Bewegungs-Treffs im Freien“ und das Kölner Gemeinschaftsangebot „Demenz und Migration“ haben zum Jahresende 2018 erfolgreich den Good Practice-Auszeichnungsprozess der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit – initiiert durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – abgeschlossen. 

Der gemeinsame Schlüssel beider Angebote ist die Zusammenarbeit mit geschulten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vor Ort. Der Schwerpunkt in Esslingen liegt darin, allen älteren Bürgerinnen und Bürgern Bewegungsangebote im Quartier zu ermöglichen. Die seit 2010 bestehenden „Bewegungs-Treffs im Freien“ zeichnen sich durch die Nutzung quartiersbezogener Ressourcen, die Niedrigschwelligkeit der Bewegungsangebote sowie das offene Konzept zur weiteren Verbreitung aus. 

Das Gemeinschaftsangebot des AWO Kreisverbandes Köln e. V. widmet sich insbesondere älteren türkischsprachigen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Es überzeugt vor allem durch die niedrigschwellige kultursensible Arbeit mit der Zielgruppe, die Qualifikation von und Zusammenarbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie die Ansätze zur Prävention von Demenz. Beide Angebote stärken die Ressourcen älterer Menschen und berücksichtigen dabei die Gegebenheiten der Lebenswelt vor Ort.

Zum Good Practice-Projekt „Bewegungs-Treffs im Freien“ in Esslingen und den ausgezeichneten Kriterien Niedrigschwellige Arbeitsweise, Multiplikatorenkonzept und Nachhaltigkeit

Zum Good Practice Gemeinschaftsangebot „Demenz und Migration“ und den ausgezeichneten Kriterien Niedrigschwellige Arbeitsweise, Multiplikatorenkonzept und Empowerment

Quelle: BZgA-Newsletter „Gesund und aktiv älter werden“ Februar 2019